Supervisor/innen unterstützen Menschen, die herausfordernde haupt- oder ehrenamtliche Aufgaben übernommen haben, und sind beteiligt an der Entwicklung der Organisationen, die diese Arbeit rahmen. Sie tun dies seit vielen Jahrzehnten im Bereich psychosozialer Arbeit und seit geraumer Zeit auch weit über diesen Bereich hinaus.

Das Arbeitsfeld Hospiz / Palliative Care ist aus der Sicht von Supervisor/innen noch vergleichsweise „jung“. Es ist in dynamischer Entwicklung begriffen und gesellschaftlich von hoher Bedeutung. Die Fürsorge für sterbende Menschen und die Verantwortung der Solidargemeinschaft für diese Zeit in einem Menschenleben sind ein besonderer Ausweis dafür, wie menschenwürdig, wie verantwortlich und wie einfühlsam diese Solidargemeinschaft mit dem Ende des Lebens umgeht. Auch die Leistungen von Supervisor/innen in diesem sensiblen Arbeitsfeld sind mit einem besonderen Blick zu betrachten.

Die Deutsche Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv) hat 2004 eine Projektgruppe eingesetzt, die einer Reihe von Fragen zur Praxis von Supervision im Arbeitsfeld Hospiz / Palliative Care nachgegangen ist. Das Zentrum der Arbeit der Projektgruppe bildete eine Umfrage unter 1.332 Einrichtungen aus dem Arbeitsfeld Hospiz / Palliative Care.

Die Untersuchung dient pragmatischen Zielen. Sie ist nicht im engeren Sinne als wissenschaftliches Werk zu betrachten. Sie bezieht sich weder auf eine bestimmte Theorie, noch bedient sie sich interferenzstatistischer Methoden der quantitativen Hypothesenprüfung. Andererseits stellt sie auf der Grundlage einer bemerkenswert hohen Zahl von Befragten die gefundenen Daten quantitativ-deskriptiv dar; den Daten kommt so dennoch eine erkennbare Aussagekraft zu. Die Befragung ermöglicht vorsichtige Schlussfolgerungen für die Bedeutung und Entwicklung der Supervision in diesem Arbeitsfeld.

Supervision im Arbeitsfeld Hospiz / Palliative Care – Kurzdarstellung der Ergebnisse einer bundesweiten Befragung