Für bessere Arbeitsmarktchancen und ein erfolgreiches Übergangsmanagement
Im Rahmen von Maßnahmen und Initiativen im Politikfeld Integration – hier insbesondere zu Fragen des Übergangs zwischen Schule und Beruf für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund – fördert das BMFSFJ das Projekt »Wertschöpfung durch Wertschätzung. Kulturelle Vielfalt als Impuls für Entwicklung und Wachstum« in Trägerschaft der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) und der Deutschen Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv).
Ausgangspunkt
In der Machbarkeitsstudie »Interkulturelle Kompetenz als Ressource für die Berufswahlorientierung von Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund«, die die KatHO NRW im Auftrage des BMFSFJ 2006 vorgelegt hat, wurden drei Aspekte besonders deutlich:
- Frauen mit Migrationshintergrund weisen vielfach gebrochene Bildungskarrieren auf. Ihre Potenziale und Ressourcen werden systematisch unterbewertet.
- Institutionelle und organisatorische Zersplitterungen sowie mangelndes Wissen und Problembewusstsein über gesellschaftliche Zusammenhänge führen zu Lücken, Begrenzungen und Einseitigkeiten im Prozess der beruflichen Orientierung und Begleitung und gehen mit einer Vernachlässigung der Kategorien Geschlecht und Ethnie einher.
- Die Themen Migration und Integration sind im Osten und Westen Deutschlands unterschiedlich präsent. Die Ausformung der Arbeitsmigration in ihrer Entwicklung über die letzten 50 Jahre, die Kultur des gesellschaftlichen Umgangs mit dem Fremden oder die unterschiedlichen geografischen Lagen und ihre Folgen für die Besonderheiten des Migrationsthemas bestimmen die regional sehr unterschiedliche Auseinandersetzung.
Ziel
Durch das Projekt sollen:
- die Arbeitsmarktchancen für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund insbesondere durch eine Verbesserung des Übergangsmanagement Schule/Ausbildung/Beruf verbessert werden,
- regionale Wissensbestände zum Thema bilanziert und geclustert sowie für und mit kommunal Verantwortlichen aufbereitet werden und
- die Chancen eines offenen und selbst gesteuerten Arbeits- und Entwicklungsprozesses zur Herstellung eines solchen Netzwerkes erprobt werden.
Ergebnisse
Im Hinblick auf die formulierten Projektziele ist zusammenfassend festzustellen, dass der offene Lern- und Arbeitsprozess binnen Jahresfrist dynamisch und stringent tatsächlich mehrere Zielebenen erreichte: Die individuelle Befähigung zum Perspektivenwechsel ermöglichte, sich mit Ansätzen zur Veränderung der eigenen Organisationsstrukturen zu befassen, was den Zusammenhang zwischen subjektiven und organisationalen Veränderungsstrukturen belegt. Und die Bereitschaft, auf kommunaler Ebene innovative Handlungsansätze in Verantwortungsgemeinschaft einzubringen, stellte sich ein, nachdem die beteiligten Organisationen untereinander erfolgreich vernetzt waren – eine Entwicklung, die Zeit und Vertrauen braucht. In der Zusammenschau lassen sich vier Faktoren hervorheben, die für eine erfolgreiche Projekt- bzw. Prozessentwicklung stehen: (1) die konkrete Zusammensetzung der Lern- und Arbeitsgruppen, (2) das Lernen und Arbeiten in einem offenen Prozess, (3) das Agieren auf verschiedenen Lernzielebenen sowie (4) ein kommunal vernetztes Agieren.
Detaillierte Ergebnisse finden Sie im Abschlussbericht und den Ergebnissen der Projektevaluation auf den Seiten des BMFSFJ.
