Auf ihrer Mitgliedersammlung vom 12. November 2011 hat die Deutsche Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv) sich intensiv mit der gesellschaftlichen Bedeutung der Expertise von Supervisor/innen befasst und ein Programm beschlossen, das wichtige Grundlage für die weitere berufspolitische Arbeit ist:

Supervisionsexpertise für die Gesellschaft

Programmentwurf

Seit vielen Jahren engagiert sich die DGSv mit Projekten, Expertisen, Publikationen oder Veranstaltungen zu Themen, die neben fachlichen Fragen auch gesellschaftliche Entwicklungen aufgreifen. Die Mitgliederversammlung 2010 der DGSv hat den Vorstand ausdrücklich ermutigt, weitere Überlegungen zu diesem „Weg in die Gesellschaft“ anzustellen, und zugleich den Auftrag gegeben, entsprechende Maßnahmen vorzuschlagen.

Der Vorstand hat in den vergangenen Monaten an diesem Auftrag gearbeitet und legt die folgenden Programmüberlegungen vor. Der Beitrag der DGSv zur gesellschaftlichen Entwicklung gründet sich dabei sowohl auf die Expertise ihrer Mitglieder wie auf ihre eigene als Berufsverband:

1
Die DGSv schärft ihre Kernleistung (die Kernleistung der Organisation DGSv; nicht die Kernleistung der Supervision, nicht die Kernleistung von Mitgliedern der DGSv), die sie für die Bearbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen erbringen kann. Grob kann diese als Bereitstellung spezifischen Wissens aus der Supervision zur Förderung der Entwicklungen in den Bereichen Arbeit, Soziales und Gesellschaft beschrieben werden.

2
Auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Beratungspraxis und/oder aus wissenschaftlichen Untersuchungen identifiziert die DGSv gesellschaftliche Herausforderungen, die sie für besonders dringlich erachtet und zu denen sie über eine besondere Expertise verfügt wie z.B.

  • “Nachhaltige Unternehmens- und Organisationsentwicklung”
  • „Arbeit und Gesundheit“ / “work-life-balance”
  • „Verbesserung der Bildungssysteme“
  • “Fachkräftemangel”

3
Die DGSv leistet als Akteurin der Zivilgesellschaft einen nachhaltigen Beitrag zur Gestaltung dieser Herausforderungen (z.B. durch vermehrte öffentliche Stellungnahmen, durch das Gespräch mit politisch Verantwortlichen, durch Publikationen oder Projekte) und bereitet sich hierzu vor durch

  • veränderte Anforderungen an die Rollen und die Expertise ehrenamtlicher Funktionsträger/innen; Ziel ist es, diese Personen als Ansprechpartner/innen und Expert/innen für die verbandsrelevanten Themen in der Öffentlichkeit und bei Stakeholdern zu stärken
  • ein auf die Kernleistung bezogenes neu zuzuschneidendes/zu erweiterndes Kompetenzprofil des hauptamtlichen Personals der DGSv
  • neue Formate der Verbandsarbeit, um Mitglieder vor Ort in ihrer Rolle als Supervisor/innen (DGSv) zu stärken und die Arbeit zu gesellschaftlichen Themen regional nutzbar zu machen

 

Ziel dieses „Weges in die Gesellschaft“ ist es, die Expertise der DGSv für die Gestaltung gesellschaftlicher Herausforderungen zur Verfügung zu stellen, mit dieser Expertise als gesellschaftliche Akteurin wahrgenommen zu werden sowie der Profession, ihren Angehörigen und ihrer Vertretungsorganisation eine höhere Reputation zu verschaffen.

Der Vorstand
Prof. Dr. Brigitte Geißler-Piltz

Programm als PDF