Mit dem vorliegenden Geschäftsbericht 2010/2011 stellt der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv) allen Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit einen Überblick über Aktivitäten, Ereignisse und Themen des zu Ende gehenden Geschäftsjahres vor, die in seiner Verantwortung liegen.
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Die Entwicklung des zurückliegenden Jahres lässt sich vorab mit einigen Kernaussagen skizzieren:
Die DGSv ist eine wirtschaftlich grundsolide Organisation. Sichere Einnahmen, eine kontrollierte Ausgabenpolitik und eine angemessene Rücklage bilden ein gutes Fundament für die Zukunft.
Das Mitgliederwachstum von 3,5 % zeigt die anhaltende Attraktivität der DGSv. Die Wachstumsrate der Vorjahre wurde übertroffen.
- Die DGSv ist insgesamt attraktiver und kommunikativer geworden; sie verschafft sich Gehör und erfährt Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
- Die DGSv ist auf dem Weg zu einer gesellschaftlichen Akteurin. Ihre Expertise und die Expertise ihrer Mitglieder stellen einen wertvollen Beitrag für die Gestaltung zentraler Themen unserer Gesellschaft dar. Zu Themen wie „Zukunft der Arbeit“, „Zukunft der Lehrerausbildung“ oder „Umgang mit belastender Arbeit“ wird die DGSv befragt.
- Die DGSv hält die Qualitätsfahne hoch. Das ausgearbeitete Qualitätsverständnis der DGSv im Grundlegenden und vor allem die Hochwertigkeit der Qualifizierungen in Supervision und Coaching sind beispielgebend und orientierend.
- Supervision und Coaching sind nachgefragte beraterische Dienstleistungen. Mitglieder der DGSv sind bestens ausgerüstet, diese Leistungen zu erbringen. Alle Versuche der Abgrenzung zwischen Supervision und Coaching führen zu keinem fachlichen Gewinn.
- Die DGSv wendet sich verstärkt fachlichen Themen und Herausforderungen zu und diskutiert, ob und wie veränderte Bedarfe der Arbeitswelt Einfluss auf Qualifizierungs- und Praxiskonzepte haben (müssen).
- In 39 Regionalgruppen und einer bundesweiten Konferenz der Regionalgruppen werden Kollegialität, Fachlichkeit und Geschäft gelebt und entwickelt sowie die Vielfalt fachlicher und berufspolitischer Trends vor Ort diskutiert.
- Die DGSv ist eine national bestens vernetzte Organisation. Das sichert fachliches Knowhow, öffnet Türen und führt zu Reputationsgewinn. Ein Ausbau der Internationalität des Verbandes ist offenkundig notwendig und darf nicht länger warten.
- Mit den Schwerpunktthemen „Entwicklung einer angemessenen Verbandsstruktur“ und „Stärkung der Qualifizierungskonzepte in Supervision und Coaching“ stehen zwei weitere wichtige Akzente des verbandlichen Engagements der nächsten Zeit auf der Agenda.
Der amtierende Vorstand wurde im Herbst 2010 neu gewählt, einige seiner Mitglieder sind neu in ihren Funktionen. Mit viel Unterstützung der Geschäftsführung und der Mitarbeiter/innen, vor allem aber auch mit aktiver Kollegialität und Lust am Gestalten hat sich eine konstruktive und inspirierende Arbeitsatmosphäre ergeben. Dem vorangegangenen Vorstand und seinem Vorsitzenden Professor Dr. Bernhard Lemaire ist noch einmal ausdrücklich zu danken, trotz aller zukünftigen Herausforderungen doch ein sehr geordnetes Arbeitsfeld übergeben zu haben.
Mit Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Vorstand und mit allen Gremien und Organen sowie mit den hauptamtlich Beschäftigten empfehle ich den folgenden Geschäftsbericht einer anregenden Lektüre.
Professorin Dr. Brigitte Geißler-Piltz
Vorsitzende
