Das EU-finanzierte Leonardo-Projekt „ECVision“ unterstützt die Umsetzung der europäischen Arbeitsmarktprinzipien „Mobilität“ und „Vergleichbarkeit“. Der Name „ECVision“  steht für „European System of Comparability and Validation of Supervisory Competences“. Durch die Erstellung eines Glossars und einer Kompetenz-Matrix sollen „Supervision und Coaching“ EU-weit kompatibel gestaltet werden. Die DGSv war durch Herbert Kuhn (Tops Berlin-München) als Projektpartner und Heidi Möller im Expertenteam vertreten.

Der ECTS-ECVET Reference Table wurde innerhalb des Projekts von verschiedenen Weiterbildungsinstituten angewendet und kann im weiteren der Vergleichbarkeit von universitären und nicht-universitären Weiterbildungsgängen dienen und auf lange Sicht auch ermöglichen, international an verschiedenen Weiterbildungssinstituten zu studieren.

Dazu berichtet Miriam Ullrich, Delegierte der DGSv beim europäischen Dachverband ANSE: „Das ECVision-Kompetenzprofil des Leonardo-Innovationsentwicklungs-Projektes ECVision mit der angeschlossenen Kompetenzmatrix definiert Schlüsselbegriffe nicht nur, sondern will mit lernergebnisorientierten Beschreibungen nachvollziehbar zu machen, welche Lernschritte beobachtbar vollzogen sein müssen, um als qualifizierte Supervisorin gelten zu können.“

Die deutsche Übersetzung des Handbuchs, die auf der ECVision-Projektwebsite unter den „Products“  zum Download bereit steht, soll diese Ergebnisse im deutschsprachigen Raum zugänglicher und konkreter nutzbar machen. Als Inspiration können Beispiele aus anderen Ländern dienen – zum Beispiel Österreich.


Beispiel Österreich: Weiterbildungsstandards und Kompetenzmatrix 

Das ECVision-Kompetenzprofil definiert – in minimal veränderter Form – die Kompetenzen der Absolventinnen von ÖVS-anerkannten Ausbildungen.

Die anerkannten Weiterbildungsträger werden bei der Umsetzung in deren Curriculum so unterstützt, dass nachvollziehbar ist, wie die genannten Kompetenzen in der Weiterbildung vermittelt und wie die Lernergebnisse der Lernenden überprüft werden.

Die Darstellung der Kompetenzen als Lernzielorientierung kann hier ein Umdenken einleiten: es gilt neben der Vermittlung der Inhalte (Lehrziele) darum, sicher zu stellen, dass die Lernziele (die Kompetenzen) erreicht und überprüft werden.

Auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Estland und Lettland, werden die Ergebnisse im Weiterbildungskontext verwendet. 

ECVision: Aktuelle Entwicklungen

Die Resultate des ECVision-Projektes werden auch innerhalb der DGSv bei den Qualifizierungsüberlegungen einbezogen – aktuell in der Entwicklungskommission. Das Handbuch aus dem Facultas Verlag wurde allen Weiterbildungsinstituten zur Verfügung gestellt. Die Herausforderung wird darin bestehen, die ECVision-Ergebnisse auf deutsche Verhältnisse anzupassen.

Auf der Mitgliederversammlung der ANSE im November zeigte sich, dass alle nationalen Organisationen immer mehr mit den Produkten des ECVision-Projektes arbeiten und dieses die Grundlage für transnationales Arbeiten und ein gemeinsamen Qualitätsmanagement sein kann.

Stay tuned!

Weitergehende Informationen zum ECVision Projekt (in englischer Sprache) finden Sie hier: http://www.anse.at/ecvision/start.html

Miriam Ullrich ist Delegierte der DGSv bei der ANSE (Association of National Organisations of Supervision in Europe).

Kontakt: info@miriam-ullrich.de