Sozial verantwortlich und gesellschaftsnah: Forschungsprojekt zur Sozialgeschichte der Supervision gestartet

Supervision hat eine bewegte Geschichte, die sie in hohem Maße geprägt hat. Ihre Entwicklung verlief dabei im Kontext landesspezifischer gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Gegebenheiten und Veränderungen, weshalb es unterschiedliche Entwicklungswege der Supervision z.B. in den USA und in Deutschland gibt. Erstaunlich ist, dass die Geschichte der Supervision in Deutschland bislang unter vorwiegend fachlichen Vorzeichen (Theorie-, Begriffs- und Methodengeschichte) und wenig im gesellschaftlichen und politischen Kontext untersucht worden ist. Diese Situation hat die DGSv zum Anlass genommen, gemeinsam mit dem Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main ab April 2013 ein Forschungsprojekt zur Sozialgeschichte der Supervision in Deutschland durchzuführen. Klicken zum weiterlesen »

Regionalentwicklung – ein Thema für Supervision und Beratung?

In vielen gesellschaftlichen Feldern wurde in den letzten Jahren die Region „entdeckt“: als Kraftzentrum politischer Entwicklung, als ökonomische Basis von Unternehmen, als Quelle von Innovation oder sogar als Territorium einer eigenen Währung. Ob und wenn ja in welcher Weise regionale Entwicklung ein Anknüpfungspunkt für die prozessbegleitenden Angebote von Supervisor/innen und Berater/innen sein, dieser Frage ging die Tagung “Regionen im Blick” der DGSv Ende 2012 nach. Lesen Sie heute den Grundlagen-beitrag von Dr. Uwe Kröcher, Raumplaner und Regionalentwickler aus Oldenburg unter dem Titel “Bedeutungsgewinn regionaler Kooperationsprozesse”.

Keine Entwarnung: 2. Studie zur psychosozialen Situation in deutschen Organisationen und Unternehmen erschienen
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2011 erschien der erste von der DGSv geförderte Ergebnisband zur Studie “Arbeit und Leben in Organisationen” und lieferte besorgniserregende Einblicke in das Innenleben von Organisationen und Unternehmen. Jetzt ist mit dem Band “Belastungsstörung mit System” hrsg. von Rolf Haubl, G. Günter Voß, Nora Alsdorf und Christoph Handrich der komplette Ergebnisbericht einer zweiten Untersuchungswelle bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen. Erneut wurden Mitglieder der DGSv dazu befragt, wie sie drei Jahre nach der ersten Studie die Arbeitsbedingungen in Unternehmen und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten wahrnehmen. Thematischer Fokus sind Arbeitsqualität und Selbstfürsorge. Ergebnis: viele erschreckende Schattenseiten beim Arbeiten in Organisationen und Unternehmen, einige Lichtblicke aber auch. Der Ergebnisband ist über Verlag und Buchhandel erhältlich.

“Wir brauchen eine andere Führungskultur”

Woran liegt es, dass Stress im Beruf zunimmt – und wie geht man damit um? Darüber hat tagesschau.de mit dem Chemnitzer Soziologen Professor Dr. G. Günter Voß gesprochen. Zweimal schon war G. Günter Voß mitverantwortlich für die von der DGSv geförderte Studie “Arbeit und Leben in Organisationen”. Voß sieht ein wesentliches Problem in der Führungskultur. Aber auch die eigentlich positive Entwicklung, dass Mitarbeiter/innen heute mehr Verantwortung tragen, kann ein Problem sein.

tagesschau.de: “Wie unterscheidet sich denn tatsächlich das Arbeitsleben heute von dem von vor zehn Jahren?”

G. Günter Voß: “Die Verdichtung von Arbeit bei gleichzeitig verringertem Personal und verkürzten Zeitabläufen ist eine konventionelle Weiterentwicklung, die es über Jahrzehnte immer gegeben hat. Neu ist aber die Erweiterung von Spielräumen: Jeder Einzelne bis in die untersten Hierarchien hat heute mehr Verantwortung. Das kann, wie soziologische Studien gezeigt haben, eine Falle werden.”

Hier lesen Sie das vollständige Interview.

Wenn Angestellte Angst haben …

Unter dem Titel “Burnout – eine Gesellschaft am Rande des Zusammenbruchs” hat der Bayerische Rundfunk (BR) in seinem Magazin “laVita” (Ausstrahlung am 14.01.2013, 20.15 bis 21.00 Uhr) Expert/innen aus der Arbeitswelt zu Wort kommen lassen. Aktiv daran beteiligt waren Theresia Volk, stellv. Vorsitzende der DGSv, als Supervisorin und Unternehmensberaterin und Prof. Dr. G. Günter Voß, Professor für Industriesoziologie an der Technischen Universität Chemnitz, Mitautor der Studie “Arbeit und Leben”.

Wenn Sie sich einen interessanten Ausschnitt der Sendung anschauen möchten, klicken Sie bitte hier.

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Gatekeeping – ein wichtiger Beitrag zur Positionierung von Supervision

Seit Jahrzehnten werden in Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Verwaltungen oder Unternehmen Expert/innen beschäftigt, die Beratungsdienstleistungen wie Supervision hauptamtlich koordinieren, vermitteln, konzipieren und evaluieren. Von den Besonderheiten dieser “Gatekeeping”-Funktion einer Organisation handelt der Beitrag von Jörg Fellermann in Heft 4_2012 der Reihe “Positionen – Beiträge zur Beratung in der Arbeitswelt”: “Gatekeeping – ein wichtiger Beitrag zur Positionierung von Supervision”.

Supervision unterstützt Fachberater/innen in der Kindertagesbetreuung

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. (DV) hat “Empfehlungen zur konzeptionellen und strukturellen Ausgestaltung der Fachberatung im System der Kindertagesbetreuung” veröffentlicht. Da die qualitativen Anforderungen an die Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung gesetzlich ausgeweitet wurden, rückt die Fachberatung als qualitätsentwicklendes Steuerungsinstrument stärker in den Fokus. Ihr kommt nach Ansicht des DV eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung des Systems der Kindertagesbetreuung zu. Der Fachausschus “Soziale Berufe” des DV stellt fest, dass “Fachberater/innen ebenso wie die von ihnen zu Beratenden in den Einrichtungen und bei den Trägern auf Supervision und kollegiale Beratung angewiesen” sind. Klicken zum weiterlesen »

Coaching in Frankreich

International Professional Coaching Meeting der Société Francaise de Coaching

Am 16. November 2012 trafen sich in Paris rund 80 Vertreter/innen von Coachingverbänden aus Großbritannien, der Tschechischen Republik, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Schweden, der Schweiz, Ungarn, China und Südafrika. Im Zuge der erstmalig in englischer Sprache durchgeführten Veranstaltung fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Managing crisis, coaching in times of crisis“ unter Beteiligung von 8 Vertreter/innen verschiedener Coachingverbände – darunter des deutschen Verbandes DBVC. Die sich anschließenden Workshops befassten sich schwerpunktmäßig mit Auswahlkriterien für Coaches, die in internationalen Coachingteams arbeiten und mit der Frage, wie man den/die „richtige/n“ Coach für internationale Coach-Teams findet. Klicken zum weiterlesen »

Im Plus – Geschäftsbericht 2011/2012

Die Deutsche Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv) blickt auf ein sehr gutes Jahr zurück. Engagierte Mitglieder mit besonderer Beratungsexpertise, ein fachlich, strukturell und finanziell solides Verbandsfundament, attraktive Themen, interessante Partner und Projekte: Diese und andere Indikatoren gelungener Entwicklung wird unschwer erkennen, wer die Fakten und Ereignisse des Berichtsjahrs 2011/2012 im vorliegenden Geschäftsbericht studiert.

Neues Forschungsprojekt: Die Praxis von Supervision in Jobcentern

Gefördert aus Mitteln der DGSv untersucht Professorin Dr. Monika Müller, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Schwerin, seit dem 01.08.2012 die Praxis von Supervision und Coaching in Jobcentern aus der Perspektive von Supervisor/innen. Das Projekt will einen Beitrag dazu leisten, die besonderen Herausforderungen eines Arbeitsfeldes auszuleuchten, das im Brennpunkt zahlreicher gesellschaftlicher Interessen steht. Die Untersuchung folgt auf die Erstellung einer Fachinformation, die eine interdisziplinäre Projektgruppe für die DGSv erstellt hat, und verstärkt das Engagement der DGSv in diesem Feld.

Fachinformation “Beratung zwischen Fördern und Fordern. Supervision und Coaching im Jobcenter”

Skizze Forschung Jobcenter