Das Qualitätsverständnis der DGSv ist an ihr Verständnis von Supervision und Coaching gebunden. Supervision und Coaching bieten einen Ort der gedanklichen und emotionalen Freiheit, an dem durch Anregung und Reflexion, Kreativität und Besinnung auf Wesentliches, Handlungs- und Entscheidungsspielräume für Personen und Organisationen entwickelt werden können. Supervision und Coaching sind wertgebunden und ergebnisoffen, reflexiv und emanzipativ.

Partizipation, Eigenverantwortung, Innovationsinteresse und Neugier sind – im Gegensatz zu Normerfüllung und Kontrolle – somit bei der Konzipierung von Qualitätsverfahren durch die DGSv leitend.

Qualitätsentwicklung, insbesondere dialogische Qualitätsentwicklung ist eine Frage der Offenheit und Bereitschaft aller Beteiligten zum Dialog. Die Haltung dem Dialog gegenüber ist geprägt von Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, von allseitigem Lerninteresse und der Bereitschaft der Dialogpartner/innen zu kontinuierlichen Veränderungsprozessen. Auf diese Weise erhalten Qualitätskriterien und –merkmale, einzuhaltende Standards und fachliche Aspekte der Profession Supervision Impulse für ihre Ausgestaltung und Weiterentwicklung.

Qualitätsentwicklung, die auf Selbstevaluation gründet, wirkt inspirierend, fördernd und unterstützend und ist in diesem Sinn ein Angebot zur kontinuierlichen Veränderung und Verbesserung. Bei der Durchführung von Selbstevaluationsprozessen steht der Erkenntnisgewinn zur Stärkung von Entwicklungs- und Innovationspotenzial von Personen und Organisationen im Vordergrund.

Die DGSv sichert und fördert die Qualität von Supervision und Beratung. Hierfür stellt sie insbesondere einen Qualitätsrahmen für Supervision und Beratung zur Verfügung. Das Qualitätsverfahren der DGSv für Mitglieder ist von der Mitgliederversammlung 2006 in Kraft gesetzt worden und seit dem 01.01.2007 gültig.