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Glossar

Balint-Gruppe
ist eine psychoanalytisch fundierte Gruppenmethode zur Bearbeitung der Praxisfälle von Beraterinnen und Beratern unter Anleitung einer Balintgruppenleiterin oder eines Balintgruppenleiters. Die Auseinandersetzung mit unbewussten Prozessen in der Arbeit mit Beratungsklienten soll zum vertieften Verstehen eines Beratungsfalls, der involvierten Personen und der Beziehungsdynamiken führen, um neue beraterische Handlungsoptionen zu gewinnen. Die Balint-Gruppe kann als methodische Sonderform einer Gruppen-Kontrollsupervision betrachtet werden. Die Methodik geht zurück auf den ungarischen Psychoanalytiker Michael Balint (1896–1970).
Intervision oder kollegiale Beratung
Die beiden Begriffe werden häufig synonym benutzt. Wesentlich ist, dass die Besprechung und Reflexion der eigenen Beratungspraxis – im Unterschied zur Kontrollsupervision – im Kreis von Kolleginnen und Kollegen erfolgt. Dies dient der Erweiterung von Perspektiven in der Beratungsarbeit und dem Miteinander- und Voneinander-Lernen.
Kontrollsupervision
ist die Besprechung und Reflexion der eigenen Beratungspraxis unter Anleitung einer erfahrenen Supervisorin oder eines erfahrenen Supervisors „unter vier Augen“ oder in einer Gruppe. Für Teilnehmende an einer Weiterbildung zur Supervisorin/zum Supervisor bzw. Coach stellt die Lehrsupervision zugleich die Kontrollsupervision dar. Supervisorinnen, Supervisoren und Coaches nutzen Kontrollsupervision, um das eigene Beratungshandeln und die eigene Rollen- und Prozessgestaltung auf den Prüfstand zu stellen. So wie sie in ihrer Beratungspraxis einen Blick von außen zur Verfügung stellen, holen sie sich selbst ebenfalls einen Blick von außen für ihre Beratungsarbeit.
Maßnahmen zur Evaluation
Bei den Maßnahmen zur Evaluation steht der Nutzen oder die Wirkung der Supervision bzw. des Coachings im Mittelpunkt. Darunter ist z. B. die reguläre Auswertung eines Beratungsprozesses mit Auftraggebenden und den beratenen Personen zu verstehen. Auch die systematische Befragung mittels eines Fragebogens, der nach Beendigung des Beratungsprozesses an die Beteiligten verschickt wird, zählt dazu.
Qualitätsverfahren der DGSv
ist ein standardisiertes Verfahren für Mitglieder zur Weiterentwicklung der Qualität ihrer beraterischen Praxis im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Bei dem dialogischen Verfahren ist der Selbstevaluationsprozess in einer Qualitätsgruppe zentral. Für die inhaltliche Arbeit in der Qualitätsgruppe stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, die eine Selbsteinschätzung der eigenen Arbeit nach den Dimensionen Struktur-, Prozess-, Konzept- und Ergebnisqualität ermöglichen.

Petra Raue

in Qualifizierung

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Deutsch, Englisch, Portugiesisch

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Branchen

  • Bildung und Wissenschaft
  • Handwerk
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  • Öffentliche Verwaltung
  • Sonstige Branchen

Beratungsanliegen

  • Change Management
  • Ehrenamtliche Arbeit
  • Führung/Management
  • Gender
  • Karriere/ Standortbestimmung
  • Konfliktmanagement
  • Konzeptentwicklung

Meine Vita

Ich bin 1960 geboren und habe eine Tochter. Nach einer ersten Berufstätigkeit als P.t.A. habe ich mein Abitur nachgeholt und mich dem Themenfeld Entwicklungszusammenarbeit und ländliche Entwicklung zugewandt. Erste Praxiserfahrungen habe ich bei einer bäuerlichen Selbsthilfeorganisation im Senegal gesammelt. In Mozambik habe ich von 1995 bis 1999 ein Projekt mit dem Schwerpunkt Organisationsentwicklung in bäuerlichen Selbsthilfeorganisationen im Bewässerungsgemüsebau koordiniert. Seit 2000 bin ich hauptberuflich in einer wissenschaftl. Einrichtung in der Evaluierung/Beratung zur Weiterentwicklung von Fördermaßnahmen in der ländliche Regionalentwicklung im Auftrag mehrer Bundesländer tätig.

Meine Qualifikation

Studium Coaching, Organisationsberatung, Supervision (Master, Kassel)
Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (Dipl.-Ing. agrar, Kiel und Göttingen)
Mediationsausbildung basierend auf Gewaltfreier Kommunikation (GfK) nach Marshall Rosenberg
Weiterbildungen zu Teamentwicklung, Projektmanagement, Genderkompetenz, GfK
Arbeitserfahrung im westlichen und südlichen Afrika

Meine Qualitätssicherung

regelmässige Supervision, kollegiale Beratung