FAQ – Häufigste Fragen

(Aktualisierung 01.04.2020)

Supervisor*innen und Coaches in der Corona – Pandemie

Es ist aktuell davon auszugehen, dass über eine bisher unbestimmte Zeit eine Vielzahl von Supervisionsaufträgen, Veranstaltungen u.v.m. ausfallen und den Supervisor*innen und Coaches Umsätze fehlen werden. Die Krise stellt die selbstständigen Supervisor*innen und Coaches vor praktische Fragen, die wir folgend so eindeutig wie möglich beantworten können.

Bitte beachten Sie, dass diese Zusammenstellung nicht abschließend ist und die Antworten den jeweiligen Stand der Erkenntnisse wiedergeben. Wir werden die die Fragen-Antworten-Liste regelmäßig aktualisieren. 

Wir weisen darauf hin, hiermit keine Rechtsberatung vorgenommen zu haben und wir für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen können.


Häufige Fragen

Antworten

Anträge – Kredite und Zuschüsse zur finanziellen Unterstützung?

Stand: 01.04.2020

Die Bundes- und Landesregierungen haben aktuell abgestimmt, dass neben Krediten auch Zuschüsse für Kleinunternehmer*innen und Freiberufler bereitgestellt werden.

Grundsätzlich gilt bei Krediten und Zuschüssen – vorläufig

  • Alle Länder der Bundesrepublik haben eigene Hilfsprogramme aufgelegt. Die Antragsformulare werden bereits seit dem 27.03.2020 bereitgestellt.
  • Bitte informieren Sie sich darüber und über die jeweiligen Antragswege; aktuelle Informationen finden Sie hier:
  • Im Vergleich der Beantragungsverfahren der verschiedenen Bundesländer wird deutlich, dass sich nicht nur die Verfahren stark unterscheiden, sondern dass auch die Höhe der Zuschüsse und die Frage, wem ein Zuschuss zusteht, sehr unterschiedlich behandelt wird. Wir empfehlen, die Anträge jeweils regelkonform abzugeben und ggf. auch eine Ablehnung zu erhalten. Im weiteren politischen Prozess wird sich herausarbeiten, ob die Länderregelungen angeglichen werden und auf welche Art und Weise dies geschehen könnte. Dann würde Ihr Antrag ggf. neu bewertet – dies ist allerdings sehr ungewiss. Wir beobachten diesen Zusammenhang und werden Sie weiter informieren.
  • Die Programme gelten in den meisten Bundesländern für Selbständige, die mehr als 50 % Ihres Einkommens aus der Selbständigkeit erzielen. D.h., wenn das Einkommen aus einer Teilzeitanstellung monatlich höher ist als das Einkommen aus der Selbständigkeit, besteht kein Anspruch auf die Krisenhilfe. Die Berechnungsgrundlagen für die Anteilsberechnung sind aktuell noch nicht bekannt; wir werden dies beobachten und Sie weiter informieren. In diesem Falle wäre ein Antrag nicht möglich.
  • Wird in den Antragsverfahren von „Umsatzrückgang“ gesprochen, so ist nach Auskunft der NRW Bank und der IHK der Rückgang der Aufträge / der Rechnungsstellung gemeint. D.h., wenn ein Auftrag für April abgesagt wurde, hätten Sie die Rechnung im April geschrieben und dies zählt als Umsatzrückgang – und nicht die Frage, wann Geld auf Ihrem Konto eingeht. Diese Auskunft allerdings ohne Gewähr, da hierzu keine Detailinformationen aus den verschiedenen Bundesländern vorliegen.
  • Die Anträge auf Hilfe können in den meisten Ländern noch bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden. Die Behörden rechnen in den nächsten Tagen mit einer starken Überforderung und sichern zu, dass auch im April 2020 die Mittel ausreichen werden.
  • Für den Fall, dass in einem Formular nach einer „NACE-Nummer“ gefragt wird, so gilt für Supervisionen und Coaching die Nummer 70.22.0 (Unternehmensberatung)
  • In den Bewilligungsbescheiden wird benannt, dass später eine Abrechnung der Zuschüsse im Vergleich zu den tatsächlichen Corona-Schäden erfolgen wird und ggf. eine Rückerstattung zu viel gezahlter Zuschüsse fällig wird. Dokumentieren Sie daher alle Informationen, die Sie zu Ihrem Antrag benötigt haben, damit bei einer späteren „Spitzabrechnung“ alle Daten für Sie greifbar sind. Das genaue Verfahren der Kontrolle und Rückerstattung ist noch offen. Wir werden dazu bei Zeiten informieren.

Ebenso wurde beschlossen, dass es die Möglichkeit gibt, in einem erleichterten Verfahren Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen zu erhalten. Vorteil dieser Universalkredite ist es, dass die Absicherung über die KFW  (Kreditanstalt für Wiederaufbau, eine Förderbank) bzw. die NRW-Bank erfolgt und die Prüfung unkompliziert ist. Der Bund und die Länder übernehmen 80 % der Haftung für diese Kredite. Zusagen sollen innerhalb von 72 Std. erfolgen und unbürokratisch bearbeitet werden. Aktuell liegen hierzu noch keine validen Umsetzungserfahrungen vor.

Die Dachorganisationen, in denen die DGSv als mitgliederstärkster Verband maßgeblich mitarbeitet (Deutsche Gesellschaft für Beratung – DGfB – und der Roundtable Coaching – RTC -) haben ein Schreiben an die Wirtschafts- und Arbeitsministerien versandt, das die Abfederung der finanziellen Folgen der Corona-Krise auch für unsere Mitglieder thematisiert. Schreiben an Bundes- und Länderministerien vom 20.03.2020 (PDF)

Ausfallhonorar – Habe ich Anspruch auf ein Ausfallhonorar?

Stand 23.03.2020

Ohne einen schriftlichen Vertrag zwischen Ihnen und Ihrem Auftraggeber bestehen keine Ansprüche auf Ausfall-Honorarzahlungen, wenn Supervisions- bzw. Coachingsitzungen u/o Seminare nicht stattgefunden haben. Ansprüche, z.B. auf Honorar bei Absagen, können nur aus den gegenseitigen, vertraglichen Vereinbarungen heraus abgeleitet werden.

Grundsätzlich können jedoch nur Ansprüche durchgesetzt werden, bei denen der Ausfall des Termines nicht durch gesetzliche Anordnungen begründet ist. D.h., Beratungstermine in Teams, die auch ansonsten miteinander arbeiten und im Kontakt sind, könnten stattfinden – mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen. Hier würde eine vertragliche Vereinbarung zu Stornierungsmodalitäten gelten.

Seminare oder andere Veranstaltungen, die aufgrund der Verlautbarungen von Behörden aktuell nicht stattfinden dürfen, können nicht mit Berufung auf den Vertrag (teilweise) abgerechnet werden. Es bleibt die Empfehlung, mit den Kunden eine einvernehmliche Regelung zur Verlegung der Termine zu finden, soweit dies möglich ist.

Dokumentation – Was sollte aktuell dokumentiert werden?

Stand 23.03.2020

Wir empfehlen dringend, vorsorglich das Absage-Geschehen zu dokumentieren. D.h., erstellen Sie für sich eine gut nachvollziehbare Historie, die es Ihnen ermöglicht, Ihren Schaden bei Bedarf gut nachweisen zu können. (Wer hat abgesagt? Wann wurde abgesagt? Welcher Grund? Höhe des finanziellen Ausfalls?) Absagen sollten daher mit der Angabe von Gründen schriftlich erfolgen. Ob es später dann zu einem staatlichen Zuschuss kommt oder nicht und ob diese Historie dazu genutzt wird, ist aktuell noch unbekannt.

Infizierte Teilnehmer*innen – Wie soll ich mich verhalten, wenn Teilnehmer*innen vom Corona-Virus betroffen sind?

Stand: 24.03.2020

Menschen, die sich in einem persönlichen Kontakt zu einer Person befunden haben, bei der das Virus nachgewiesen wurde, müssen sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden: https://tools.rki.de/PLZTool/. Das gilt nur für direkte Kontakte – aber nicht darüber hinaus („Kontaktpersonen von Kontaktpersonen“).

Wer ist eine Kontaktperson:
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/kontakt-erkrankte-covid-19-schutz-tipps

Sollte also in einer Supervisionssitzung eine positiv getestete Person teilnehmen oder teilgenommen haben, so ist es Ihre Aufgabe, sich beim Gesundheitsamt zu melden. Für den Fall, dass lediglich ein*e Teilnehmer*in in Kontakt mit einem positiv getesteten Menschen gekommen ist, sind Sie dazu nicht verpflichtet. Sie sollten also vereinbaren, dass für den Fall, dass ein*e Teilnehmer*in später positiv getestet wird, diese Information auch an Sie gerät, damit Sie sich dann dem o.g. Procedere unterwerfen können.

Insgesamt ist es wichtig, in Sitzungen die Abstands- und Hygieneregeln des Robert-Koch-Institutes zu beachten und keine Menschen mit Symptomen teilnehmen zu lassen.

Dokumentieren Sie in jedem Fall  die Namen der Teilnehmer*innen, die an den Supervisionssitzungen teilgenommen haben, um bei einer später möglichen Rückverfolgung von Infektionsketten auskunftsfähig zu sein.

Jobcenter – Aufstockung für Selbständige, kann ich Unterstützung erhalten?

Stand: 23.03.2020

Das Jobcenter gewährt Kleinunternehmer*innen, deren Umsatz nicht mehr zum Leben ausreicht, die Möglichkeit der sog. „Aufstockung für Selbständige“, nach der die fehlenden Beträge bis zur Harz IV-Grenze gezahlt werden können. Wenden Sie sich dazu an Ihr zuständiges Jobcenter.

Kontaktsperre – Welche Supervisions- und Coachingsitzungen können stattfinden?

Stand: 26.03.2020

Grundlegend ist in jedem Fall, dass bei Supervisions- oder Coachingsitzungen die Abstandsregeln und die Hygieneregeln eingehalten werden und von dem*der Supervisor*in organisiert werden, soweit die Sitzungen in den Räumen der*des Supervisor*in stattfinden. Finden die Sitzungen in den Räumen der Organisation statt, so ist diese dafür zuständig.

Einzelsitzungen können auch unter den Bedingungen der Kontaktsperre als 1 zu 1 -Setting stattfinden.

Teamsitzungen von Mitarbeiter*innen, die auch räumlich zusammen arbeiten, gelten als Arbeitssetting wie z.B. auch Dienstbesprechungen, Konferenzen u.ä. und können stattfinden; sie gelten als „Arbeit“ und nicht als „Veranstaltung“ im Sinne der Verlautbarungen der Bundesregierung. Der Grundgedanke dabei ist, dass hier nicht Menschen zusammengeführt werden, die ansonsten keinen Kontakt zueinander hätten, sondern Arbeitssitzungen / Supervisionssitzungen stattfinden, die zum normalen, professionellen Arbeitsgeschehen gehören.

Das ist unabhängig davon, wo die Sitzung stattfindet – soweit die o.g. Abstands- und Hygieneregelungen eingehalten werden.

Gruppensitzungen, in denen Menschen zusammen kommen, die im Alltag räumlich nicht miteinander arbeiten, sollten aktuell nicht stattfinden. (z.B. Sitzung von Gruppen von Führungskräften oder auch Teams, die im Alltag räumlich getrennt arbeiten). In diesen Fällen ist aktuell nicht eindeutig geklärt, ob die Aufsichtsbehörden Vorort eine solche Sitzung als „Veranstaltung“ werten würden und so die Regelung zur Kontaktsperre von mehr als 2 Personen gelten. Es ist aus Sicht der DGSv zu empfehlen, solche Beratungssettings derzeit nicht durchzuführen.

Dabei ist es nicht relevant, wo die Sitzung stattfindet – ob in den Räumen der Kunden oder in den Räumen der Supervisor*innen und Coaches.

Wege zu den Sitzungen gelten als Wege zur Arbeit und sind von der Kontaktsperre nicht betroffen.

Auf dem Weg zu einer Sitzung benötigen Sie oder die Supervisand*innen / Coachees aktuell keine Bescheinigung über den Arbeitskontext des Weges. Sollten sich die Rahmenbedingungen verschärfen, so wären ggf. auch Bescheinigungen notwendig. In diesem Falle würde es nach dem aktuellen Stand der Informationen ausreichen, eine Einladung/ eine Mail/ ein Terminvereinbarung o.ä. vorzuhalten, die ggf. den Ordnungskräften vorgelegt werden kann. Sollten sich hier die Bedingungen ändern informieren wir Sie kurzfristig.

Kontaktsperre – Beschlüsse:  https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/besprechung-der-bundeskanzlerin-mit-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-laender-1733248

Krankengeld – Zahlt meine Krankentagegeldversicherung?

Stand: 23.03.2020

Für den Fall, dass Sie selbst erkrankt sind und eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben, können Sie zur Zahlung des Krankentagegeldes auf diese Versicherung zugehen. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Versicherungen für den Fall der Pandemie eintreten oder in den Versicherungsbedingungen „Seuchen etc.“ ausgeschlossen haben. Zur Klärung gehen Sie bitte auf Ihre Versicherung zu.

Krankenversicherung – Kann ich meine Beiträge zur Krankenversicherung senken?

Stand: 23.03.2020

Ja, es ist sinnvoll, die Krankenversicherung um die Herabsetzung der monatlichen Krankenversicherungsbeiträge zu bitten. Das ist i.d.R. problemlos möglich. Bitte beachten Sie, dass einmal gezahlte Beiträge bisher nicht erstattet wurden, zügiges Handeln also ggf. angezeigt ist. Diese Regel gilt allerdings nur für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse, da dort Einkommensabhängig der Beitrag berechnet wird. Privat versicherte Supervisor*innen oder abhängig beschäftigte Mitarbeiter*innen haben diese Möglichkeit i.d.R. nicht.

Online-Beratung – Wie und wo kann ich mich zur Online-Beratung und zu Online-Portalen kundig machen?

Stand: 01.04.2020

Um Ihre Beratungsprozesse mit Hilfe eines Online-Portals fortsetzen zu können, oder auch die online-Beratung nun für Sie als neues Setting aufbauen zu können, recherchieren Sie Varianten und Angebote, die dem Beratungsanliegen entsprechen. Bei der Recherche wird deutlich, dass es eine große Anzahl von Anbietern gibt, die je nach Anwendungsformat unterschiedliche Vor- und Nachteile aufweisen.

Die DGSv hat in der aktuellen Krisensituation einen unserer beratenden IT-Dienstleister, der sich fachlich  versiert mit den Angebotes des Netzes auskennt, beauftragt, die wichtigsten Hinweise zu Online-Portalen zusammen zu stellen. Sie finden seine Stellungnahme hier: Web Conferencing für Supervisor*innen und Coaches von der Digitalberatung Topiclodge, Köln (PDF).

Um Sicherheitslücken zur vermeiden raten Computerexperten dazu, als Gastgeber seine Gäste per Klick eintreten zu lassen; entsprechende Chat-Einstellungen werden in den Portalen angeboten.

Praxisnahe Literatur zur Vertiefung und weitere Information finden Sie unter Theorie-Praxis-Dialog auf den Themenseiten “Wissenschaft und Forschung”.

Hier finden Sie eine DSGVO-kompatible Muster-Einwilligungserklärung zur Online-Beratung: Einwilligungserklärung (PDF).

Quarantäne – Gibt es bei Quarantäne Entschädigung für Selbständige?

Stand: 26.03.2020

Wenn Selbständige unter Quarantäne gestellt werden, so können Sie Zahlungen auf Basis des Infektionsschutzgesetzes erhalten. Übernommen werden Entschädigungszahlungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des Einkommens und zusätzliche Betriebsausgaben (z.B. Mieten für Praxen etc.) können in angemessener Höhe übernommen werden.

Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) § 56 werden vom Staat Schäden nur dann ersetzt, wenn es eine persönliche, amtliche Anordnung zur Unterlassung der Tätigkeit gibt. Sollte so eine Anordnung für Sie erfolgen, so würden im Grundsatz auch freiberuflich tätige Supervisor*innen und Coaches Entschädigungen erhalten

Die Anträge dazu können Selbständige im Falle einer persönlichen Quarantäneanordnung beim zuständigen Gesundheitsamt stellen. Welches Gesundheitsamt für Sie zuständig ist erfahren Sie hier: https://tools.rki.de/PLZTool/

Reisekosten – Greift meine Reiserücktrittskostenversicherung?

Stand: 23.03.2020

Häufig werden die Risiken, wie Kriegsereignisse, Unruhen, Seuchen etc. von solchen Versicherungen ausgeschlossen. Eine Klärung kann nur mit der Versicherungsgesellschaft direkt erfolgen.

Aktuell erstattet die Deutsche Bahn 100 %  der Bahntickets, wenn eine Veranstaltung aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden ist. Informationen finden Sie unter: www.bahn.de/corona

Rentenversicherung – Kann ich meine Beiträge zur Deutschen Rentenversicherung senken?

Stand: 23.03.2020

Sind Sie als Supervisor*in freiwillig in der DRV versichert, so bestimmen Sie die Höhe Ihrer Beiträge weitestgehend selbst. Sollte es für Sie zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen wichtig sein, so nehmen Sie Kontakt mit der DRV auf und passen Sie Ihren Beitrag an.

Steuern – Kann ich meine Steuerlast absenken?

Stand: 23.03.2020

Wenn Sie durch die Corona-Krise finanzielle Einbußen haben oder befürchten müssen, so wird dies zum Rückgang Ihres Jahreseinkommens 2020 führen. Dieses Jahreseinkommen ist Basis für die i.d.R. quartalsmäßigen Abschlagzahlungen auf die Einkommenssteuer. Kontaktieren Sie Ihr Finanzamt und lassen Sie die Abschläge auf das wahrscheinliche Maß hin absenken. Am Jahresende erfolgt dann die genaue Abrechnung der tatsächlichen Steuerlast und Sie erhalten eine Rückzahlung bzw. Nachbelastung.

Stundung – Kann ich meine Einkommenssteuerzahlungen aufschieben?

Stand: 23.03.2020

Im Normalfall zieht das Finanzamt recht kurzfristig Zahlungen ein, die fällig sind. Die Verlautbarungen der Regierung gehen nun dahin, dass Aufschübe der Steuerzahlungen möglich sein sollen. Ein solcher zinsloser Aufschub kann bei einem Liquiditätsengpass helfen und würde dann später zur Zahlung fällig. Nehmen Sie dazu Kontakt mit Ihrem Finanzamt oder Ihrem Steuerberater auf.

Das Finanzamt NRW hat Antragsformulare zur Steuerstundung ins Netz gestellt. Diese sind unabhängig von einer betriebswirtschaftlichen Auswertung zu nutzen  https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/information/corona 

Vertrag – Kann ich mich auf meinen Vertrag berufen?

Stand: 23.03.2020

Wurde ein schriftlicher Vertrag zur Supervision und Coaching abgeschlossen, so sind hier i.d.R. die Fristen und Ausfallzahlungen vorgesehen und können entsprechend durchgesetzt werden (siehe auch unser MUSTER-Vertrag und MUSTER AGB im Mitgliederbereich unserer Website).

Seminare oder andere Veranstaltungen, die aufgrund der Verlautbarungen von Behörden aktuell nicht stattfinden dürfen, können nicht mit Berufung auf den Vertrag (teilweise) abgerechnet werden. Es bleibt die Empfehlung, mit den Kunden eine einvernehmliche Regelung zur Verlegung der Termine zu finden, soweit dies möglich ist.

https://www.tagesschau.de/inland/faq-coronavirus-vertraege-101.html

Versicherungen – Gibt es Versicherungen, die mich schützen können?

Stand: 23.03.2020

Das wirtschaftliche Risiko einer Selbständigkeit ist im Grundsatz nicht versicherbar. Brechen nun die Aufträge weg – aus welchem Grunde auch immer – werden keine Versicherungen dieses Risiko absichern.

Einzig eine abgeschlossene Betriebsunterbrechungsversicherung könnte die entgangenen Umsätze oder Kosten erstatten. Ob Ihre Versicherung dieses Risiko im Falle der Corona-Pandemie übernimmt oder ob solche Schadensfälle ausgenommen sind, klären Sie bitte mit Ihrem Versicherer direkt.

Versicherungsbeiträge – Kann ich die Beiträge zu meinen laufenden Versicherungen absenken?

Stand: 23.03.2020

Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen u.a. erwarten regelmäßige Beiträge von ihren Kunden. Sollte die Liquiditätslage sich anspannen, so ist es ggf. sinnvoll, mit den Versicherern über eine Stundung, Absenkung o.ä. der Beiträge zu verhandeln.

Umsatzsteuer – Kann ich meine Umsatzsteuerzahlungen aufschieben?

Stand: 23.03.2020

Die Umsatzsteuer ist eine Steuer, die erst dann fällig wird, wenn Sie sie von einem Kunden erhalten haben und Sie sind verpflichtet, diese an das Finanzamt weiterzuleiten. Bei dieser Steuer handelt es sich also lediglich um einen Betrag, der zeitweise bei Ihnen vorhanden ist und den Sie abführen müssen. Daher gehen wir aktuell – Stand 18.03.2020 – davon aus, dass Umsatzsteuerzahlungen nicht aufgeschoben werden können. Weitere Informationen liegen uns dazu bisher nicht vor.