FAQ – Häufigste Fragen

(Aktualisierung 01.04.2021)

Supervisor*innen und Coaches in der Corona-Pandemie

Es ist aktuell davon auszugehen, dass über eine bisher unbestimmte Zeit eine Vielzahl von Supervisionsaufträgen, Veranstaltungen u.v.m. ausfallen und den Supervisor*innen und Coaches Umsätze fehlen werden. Die Krise stellt die selbstständigen Supervisor*innen und Coaches vor praktische Fragen, die wir folgend so eindeutig wie möglich beantworten können.

Bitte beachten Sie, dass diese Zusammenstellung nicht abschließend ist und die Antworten den jeweiligen Stand der Erkenntnisse wiedergeben. Wir werden die die Fragen-Antworten-Liste regelmäßig aktualisieren. 

Zuletzt aktualisiert
Impfstrategie der Bundesregierung
Antragsfristen verlängert bis März/April 2021


Wir weisen darauf hin, hiermit keine Rechtsberatung vorgenommen zu haben und wir für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen können.


Häufige Fragen

Antworten

Anträge – Kredite und Zuschüsse zur finanziellen Unterstützung

Stand: 01.04.2021

Corona-Soforthilfe der Länder

  • Das Antragsverfahren zur Soforthilfe wurde im Frühjahr 2020 aufgelegt und ist abgeschlossen. Sollten hierzu neue Erkenntnisse entstehen oder neue Antragswege geöffnet werden, so informieren Sie sich darüber und über die länderspezifischen Antragswege; aktuelle Informationen finden Sie hier:
  • Die Programme gelten in den meisten Bundesländern für Selbständige, die mehr als 50 % Ihres Einkommens aus der Selbständigkeit erzielen. D.h., wenn das Einkommen aus einer Teilzeitanstellung monatlich höher ist als das Einkommen aus der Selbständigkeit, besteht kein Anspruch auf die Krisenhilfe. Die Berechnungsgrundlagen für die Anteilsberechnung können sehr unterschiedlich sein; ob hier von Brutto-Vergleichen oder vom Umsatz oder vom Gewinn ausgegangen wird und was z.B. mit Renter*innen mit einem Zusatzeinkommen aus Freiberuflichkeit sein wird, ist beim Gesetzgeber nicht ausformuliert. Zur Klärung dieser Detailfragen für unsere Mitglieder haben wir eine Anfrage im Wirtschaftsministerium gestellt. Sobald dazu eine Rückmeldung erfolgt, bereiten wir diese für Sie auf.
  • Wird in den Antragsverfahren von „Umsatzrückgang“ gesprochen, so ist nach Auskunft der NRW Bank und der IHK der Rückgang der Aufträge / der Rechnungsstellung gemeint. D.h., wenn ein Auftrag für April abgesagt wurde, hätten Sie die Rechnung im April geschrieben und dies zählt als Umsatzrückgang – und nicht die Frage, wann Geld auf Ihrem Konto eingeht.
  • Für den Fall, dass in einem Formular nach einer „NACE-Nummer“ gefragt wird, so gilt für Supervisionen und Coaching die Nummer 70.22.0 (Unternehmensberatung)

Außerordentliche Wirtschaftshilfe 2020

Seit November 2020 kommt es wieder zu einem beschränkten Lockdown, der viele der hiervon betroffenen Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen in eine existenzbedrohliche Krise stürzen kann. Vor diesem Hintergrund sind die auf der Seite des BMF angekündigten neuen Corona-Hilfsmaßnahmen zu sehen.

Corona Novemberhilfe

Die unter dem Stichwort außerordentliche Wirtschaftshilfe angekündigte Hilfsmaßnahme kommt in Gestalt einer sog. einmaligen Kostenpauschale i.H. von 70 % bzw. 75 % eines bestimmten Referenzumsatzes daher.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, denen aufgrund der staatlichen Anordnung das Geschäft im Zeitraum des Lockdown untersagt wird, beziehungsweise aufgrund bestehender Anordnung bereits untersagt ist. Darüber hinaus werden derzeit weitere Unterstützungsmaßnahmen für diejenigen geprüft, die indirekt, aber in vergleichbarer Weise durch die Anordnungen betroffen sind.

Ob die in den Verlautbarungen benannte „indirekte Wirkung“ auch für Supervisor*innen und Coaches zutrifft, die von Absagen betroffen sind, ist nicht explizit benannt. Allerdings erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass (einzelne) Supervisor*innen und Coaches die Bedingungen dazu erfüllen. Näheres dazu lesen Sie bitte in den u.g. Links nach.  

Überbrückungshilfe II

Die Möglichkeit, alternativ zur Corona-Novemberhilfe die Überbrückungshilfe II zu beantragen, besteht weiterhin. Hier werden Betriebskosten gefördert, der Antrag ist über einen Steuerberater zu stellen. Ihr Steuerberater sollte zur Einschätzung Ihrer Situation über die notwendigen Informationen verfügen. Bitte Lesen hierzu die Beschreibungen des Bundesfinanzministeriums im u.g. Link.

Überbrückungshilfe III

Die neue Überbrückungshilfe III bietet zusätzlich die Möglichkeit, bei Umsatzrückgang in der kommenden Zeit bis Juli 2021 eine Erstattung zu erhalten, unabhängig von der Kostenstruktur Ihres Betriebes. Der Antrag ist wieder über den Steuerberater zu stellen, der mit Ihnen gemeinsam überlegen sollte, ob sich die Antragstellung in Ihrem spezifischen Fall lohnt.

Weitere Informationen zu den mittlerweile recht umfangreichen Verordnungen der Novemberhilfe, und der Überbrückungshilfen I + II + III finden Sie hier. Bitte informieren Sie sich und nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Steuerberater auf.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/coronahilfe.html
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/M-O/massnahmenpaket-fuer-unternehmen-gegen-die-folgen-des-coronavirus.pdf?__blob=publicationFile&v=74

Antragstellung und Auszahlung

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe II und III verlief nicht ohne Komplikationen und mit Verzögerungen.

Daher wurden die Fristen für die Überbrückungshilfen verlängert:

  • Überbrückungshilfe II bis 31.03.2021
  • Überbrückungshilfe III bis 30.04.2021

Die Novemberhilfe mit einem Umfang von mehr als 10 Mrd. Euro bietet eine zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, werden Abschlagszahlungen ab Ende November erfolgen.

Das Verfahren der Abschlagszahlung umfasst folgende Punkte:

  1. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
  2. Die Antragstellung läuft seit der letzten November-Woche 2020.
  3. Die Antragstellung erfolgt einfach und unbürokratisch. Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.
  4. Zusammenfassende Informationen finden Sie dazu immer aktuell unter dem Link: 
    https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Ausserordentliche-Wirtschaftshilfe/ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html

Abrechnung der Corona-Soforthilfe ab dem 02.12.2020

  • In den Bewilligungsbescheiden wird benannt, dass später eine Abrechnung der Zuschüsse im Vergleich zu den tatsächlichen Corona-Schäden erfolgen wird und ggf. eine Rückerstattung zu viel gezahlter Zuschüsse fällig wird.
  • Aktuell bestehen Zweifel, ob die Rückzahlungen der Corona-Zuschüsse hinsichtlich der europäischen Rechtsprechung zu Subventionsregeln überhaupt rechtssicher sind oder nicht. Diese Fragen um die Rechtsauslegung sind nicht abgeschlossen und Steuerberater raten, die Rückzahlungen bis zur endgültigen Klärung hinaus zu schieben.
  • Am 02.12.2020 wurden an die Empfänger der Corona-Soforthilfe von den Ländern Informationen zur Abrechnung der ersten Corona-Hilfen versendet. Die Mails verweisen auf Seiten der Länder, in denen ausführlich beschrieben ist, ob, bis wann und was abgerechnet und ggf. zurück gezahlt werden muss.

Aus diesem Schreiben wird deutlich, dass die Hilfeempfänger*innen wählen können, ob sie freiwillig jetzt bereits abrechnen oder erst im kommenden Jahr abgerechnet und (teilweise) zurückgezahlt werden soll.

Aus einem Beispiel-Schreiben:

Sehr geehrte Soforthilfeempfängerin, sehr geehrter Soforthilfeempfänger,
in den vergangenen Wochen hat das Land Nordrhein-Westfalen beim Bund als Fördermittelgeber deutliche Verbesserungen bei der Abrechnung der Soforthilfe als Voraussetzung für den Start des Abrechnungsverfahrens erreichen können. Zwischenzeitlich musste aber in Teilen der Wirtschaft pandemiebedingt ein zweiter Lockdown verhängt werden. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, erst im kommenden Jahr mit Ihnen die Soforthilfe abzurechnen.
Sollten Sie trotzdem ausdrücklich noch in diesem Jahr eine Abrechnung wünschen, z. B. aus steuerlichen Gründen, ist dies möglich. Wir stellen Ihnen gerne folgende Möglichkeiten zur Wahl:


Vorgezogene freiwillige Abrechnung
Gerne können Sie diesen Link zum Abrechnungsverfahren nutzen, um Ihre persönliche Förderhöhe zu ermitteln. Sollten Sie feststellen, dass Ihnen mit der Pauschale zu viel Fördermittel ausgezahlt wurden, können Sie diese freiwillig vorzeitig zurückzahlen. Nutzen Sie diesen Link bitte auch, wenn Sie bereits freiwillig Rückzahlungen vorgenommen haben.

Abrechnung nach Aufforderung im nächsten Jahr
Alternativ kommen wir wegen der Berechnung Ihrer persönlichen Förderhöhe im nächsten Jahr auf Sie zu, da wir die Abrechnung der Fördermittel mit dem Bund vornehmen müssen. Für eine eventuelle (Teil‑) Rückzahlung gewähren wir Ihnen großzügig bemessene Fristen.

Auf die Abrechnungsmodalitäten hat der Zeitpunkt der Abrechnung keinen Einfluss. Es entstehen Ihnen daher keine Nachteile bei einer vorgezogenen Abrechnung

Wir sind uns bewusst, dass Sie in dieser schwierigen Zeit viel Kraft und Energie aufbringen müssen und möchten Ihnen mit dem
Verschieben der Abrechnung die benötigte Liquidität belassen. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Geduld und Ihr Verständnis und
wünschen Ihnen Zuversicht und Gesundheit.
  • Wie bereits von Beginn an in unseren FAQs beschrieben, bestätigt sich auch nach Durchsicht der jetzt zur Verfügung gestellten Abrechnungsunterlagen, dass im Kern nur betriebsbedingte Kosten, die zu einem Liquiditätsengpass geführt haben, über den Zuschuss zu finanzieren sind. Können diese Daten nicht nachgewiesen werden, so ist der nicht benötigte Teil an die auszahlende Stelle zurück zu überweisen. Die Fristen sind jedoch großzügig.
  • Der im Laufe der Verfahrensentwicklung nachträglich eingeführte, pauschale Betrag zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten i.H.v. € 2.000,- für drei Monate ist weiterhin in den Abrechnungsverfahren benannt, sodass Sie z.B. bei erhaltenen € 9.000,- Soforthilfe für drei Monate einen Betrag von € 7.000,- (abzüglich der Betriebskosten) zurück erstatten müssten.
  • Weitere Informationen finden Sie in dem landesspezifischen Link in Ihrer Rückforderungsmail, die Sie erhalten (haben).

Ausfallhonorar – Habe ich Anspruch auf ein Ausfallhonorar?

Stand 03.11.2020

Ohne einen schriftlichen Vertrag zwischen Ihnen und Ihrem Auftraggeber bestehen keine Ansprüche auf Ausfall-Honorarzahlungen, wenn Supervisions- bzw. Coachingsitzungen u/o Seminare nicht stattgefunden haben. Ansprüche, z.B. auf Honorar bei Absagen, können nur aus den gegenseitigen, vertraglichen Vereinbarungen heraus abgeleitet werden.

Ausfallhonorare in der Corona-Krise

Wie bereits im Frühjahr mehren sich für den anstehenden Herbst/Winter 2020 die Hinweise, dass es wieder zu Absagen von vereinbarten Supervisions- und Coachingsitzungen aufgrund von Einschränkungen in der Corona-Krise kommen kann. Die Frage, ob und wie die Berechnung von Ausfallhonoraren möglich ist, gewinnt an Relevanz.

Die Vereinbarungen zu Ausfallhonoraren werden i.d.R. im Vertragswerk mit dem*der Auftraggeber*in vereinbart. Besteht eine Ausfall-Vereinbarung in Ihrem Vertrag nicht oder wollen Sie außerhalb der dort vereinbarten Fristen oder Gründe nun Ausfallhonorare in Rechnung stellen, die aufgrund von Corona-Vorschriften notwendig werden, so können diese jedoch nicht rechtssicher lediglich mit dem Hinweis auf „höhere Gewalt“ berechnet werden.

Eine Ergänzung des Vertrages, die die derzeitige Situation regelt, könnte dafür sorgen, dass Sie mit Ihrem*r Auftraggeber*in einvernehmlich eine Regelung für den Fall pandemiebedingter Ausfälle vorab abstimmen. Eine Sonder-Vereinbarung könnte z.B. wie im Formulierungsvorschlag aussehen:

Formulierungsvorschlag: Honorar-Sonderregelung in der Corona-Krise

„Nach einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch, bei dem die wechselseitigen Interessen beider Vertragsparteien berücksichtigt wurden, vereinbaren die Parteien einvernehmlich bei Terminausfällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie folgendes:

Sollte ein Termin aufgrund von Rechtsvorschriften, Beschlüssen, amtlichen Verfügungen aller Art, etc., die zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassen werden, nicht durchgeführt werden können, sind sich die Vertragsparteien darüber einig, dass der*die Auftraggeber*in XX%  des vereinbarten Honorars für den ausgefallenen Termin als Ausfallhonorar an den*die Auftragnehmer*in bezahlt.

Das gilt nicht, wenn und soweit der*die Auftragnehmer*in in der Zeit des ausgefallenen Termins anderweitig Honorar erzielen konnte. Wird der ausgefallene Termin zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, so wird das gezahlte Ausfallhonorar zur Hälfte auf das dann zu berechnende Honorar angerechnet.“

Sollte diese Problemlage auf Ihre freiberuflichen Aktivitäten zutreffen, so ist eine solche oder ähnliche, abgestimmte Vereinbarung mit Ihrem*r Auftraggeber*in sinnvoll.

Dokumentation – Was sollte aktuell dokumentiert werden?

Stand 23.03.2020

Wir empfehlen dringend, vorsorglich das Absage-Geschehen zu dokumentieren. D.h., erstellen Sie für sich eine gut nachvollziehbare Historie, die es Ihnen ermöglicht, Ihren Schaden bei Bedarf gut nachweisen zu können. (Wer hat abgesagt? Wann wurde abgesagt? Welcher Grund? Höhe des finanziellen Ausfalls?) Absagen sollten daher mit der Angabe von Gründen schriftlich erfolgen. Ob es später dann zu einem staatlichen Zuschuss kommt oder nicht und ob diese Historie dazu genutzt wird, ist aktuell noch unbekannt.

Impfschutz für Supervisor*innen und Coaches

Stand: 01.04.2021
  • Die Bundesregierung hat in Zusammenarbeit mit dem Ethikrat eine Impfstrategie entwickelt, bei der die Menschen aus Risikogruppen und aus besonders systemrelevanten Arbeitsfeldern zum Beginn geimpft werden.
  • Supervisor*innen und Coaches werden in der Impfstrategie nicht gesondert benannt und priorisiert, sodass die DGSv-Mitglieder anhand ihrer individuellen Eckdaten einen Impftermin erhalten werden.
  • Die DGSv hat sich in einem Schreiben an die Gesundheitsministerien von Bund und Ländern sowie die Ständige Impfkommission (STIKO) gewandt, um die Position des Verbandes bezüglich Impfungen für unsere Mitglieder deutlich zu machen. Die Empfehlung lautet, Supervisor*innen und Coaches analog ihrem Beratungsklientel einzustufen. Und zwar für diejenigen, die in medizinischen, therapeutischen, sozialarbeiterischen, pädagogischen oder kirchlichen Arbeitsbereichen einem erhöhten Expositionsrisiko mit SARS-CoV-2 ausgesetzt sind.
    Brief der DGSv an Gesundheitsministerien (PDF)
  • Sollten Sie der Auffassung sein, als Supervisor*in / Coach durch Ihre Beratungsarbeit in Krankenhäusern etc. zu einer früheren Gruppe der zu Impfenden zu gehören, so empfehlen wir, dieses Anliegen an die Organisationsvertreter der jeweiligen Institution heranzutragen und auf diesem Wege den richtigen Umgang mit der Thematik abzustimmen.

Infizierte Teilnehmer*innen – Wie soll ich mich verhalten, wenn Teilnehmer*innen vom Corona-Virus betroffen sind?

Stand: 24.03.2020

Menschen, die sich in einem persönlichen Kontakt zu einer Person befunden haben, bei der das Virus nachgewiesen wurde, müssen sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden: https://tools.rki.de/PLZTool/. Das gilt nur für direkte Kontakte – aber nicht darüber hinaus („Kontaktpersonen von Kontaktpersonen“).

Wer ist eine Kontaktperson:
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/kontakt-erkrankte-covid-19-schutz-tipps

Sollte also in einer Supervisionssitzung eine positiv getestete Person teilnehmen oder teilgenommen haben, so ist es Ihre Aufgabe, sich beim Gesundheitsamt zu melden. Für den Fall, dass lediglich ein*e Teilnehmer*in in Kontakt mit einem positiv getesteten Menschen gekommen ist, sind Sie dazu nicht verpflichtet. Sie sollten also vereinbaren, dass für den Fall, dass ein*e Teilnehmer*in später positiv getestet wird, diese Information auch an Sie gerät, damit Sie sich dann dem o.g. Procedere unterwerfen können.

Insgesamt ist es wichtig, in Sitzungen die Abstands- und Hygieneregeln des Robert-Koch-Institutes zu beachten und keine Menschen mit Symptomen teilnehmen zu lassen.

Dokumentieren Sie in jedem Fall  die Namen der Teilnehmer*innen, die an den Supervisionssitzungen teilgenommen haben, um bei einer später möglichen Rückverfolgung von Infektionsketten auskunftsfähig zu sein.

Jobcenter – Grundsicherung für Selbständige, kann ich Unterstützung erhalten?

Stand: 30.04.2020
  • Die Kosten des Lebensunterhaltes (Ernährung, Kleidung, Hausrat etc.) können nach dem SGB II als Grundsicherungsleistungen beantragt werden. Das Jobcenter gewährt Kleinunternehmer*innen, deren Umsatz nicht mehr zum Leben ausreicht, die Möglichkeit der sog. „Aufstockung für Selbständige“, nach der die fehlenden Beträge bis zur Harz IV-Grenze gezahlt werden können.
  • Das Regelwerk zur Beantragung der Grundsicherung ist für sechs Monate (bis Ende Sept. 2020) wesentlich vereinfacht worden.
  • Die Bundesländer setzen sich derzeit im Rahmen der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder beim Bund für die Anpassung der Bedingungen mit Blick auf die Lebenshaltungskosten ein. Ein Ergebnis ist noch nicht vorhanden; wir informieren Sie, wenn hierzu neue Entscheidungen getroffen wurden.
  • Weitere Informationen zur Grundsicherung: www.arbeitsagentur.de/corona-grundsicherung/

Kontaktbeschränkung – Welche Supervisions- und Coachingsitzungen können stattfinden?

Stand: 01.04.2021
  • Nach den dort beschriebenen Einschränkungen lassen sich noch nicht direkt Änderungen für Durchführung von beruflichen Beratungen wie Supervision und Coaching ableiten. Im Zweifelsfall sollte sich der*die Supervisor*in / Coach entscheiden, die Maskenpflicht für die Zeit einer Beratungssitzung einzuhalten. Nachfragen beim Gesundheitsamt oder Ordnungsamt der Stadt können eine abschließende Klarheit schaffen.
  • Hinweis zur Aktualität der Informationen: Wir bemühen uns, alle aktuellen Erkenntnisse in die FAQs einzupflegen. Da wir allerdings nicht durchgehend alle 16 Landesverordnungen im Bund monitoren können, bitten wir Sie, die Landesverordnung, die jeweils aktuell für Ihr Bundesland gilt zu beobachten.

    Auch bei Durchsicht der neuen Verlautbarungen der Landesregierungen wurde der Bereich „Supervision und Coaching“ nicht explizit geregelt. Daher sind die u.g. Empfehlungen als Auslegungen zu verstehen und es ist wichtig, dass jede*r Supervisor*in / jeder Coach für das jeweilige Bundesland und die jeweilige Stadt die Veränderungen der geltenden Regelungen beobachtet.

    Es gelten nach aktuellem Kenntnisstand die folgend aufgelisteten Empfehlungen.

Einzelsitzungen können auch unter den Bedingungen der Kontaktsperre als 1 zu 1 -Setting stattfinden.

Teamsitzungen von Mitarbeiter*innen, die auch räumlich zusammen arbeiten, gelten als Arbeitssetting wie z.B. auch Dienstbesprechungen, Konferenzen u.ä. und können stattfinden; sie gelten als „Arbeit“ und nicht als „Veranstaltung“ im Sinne der Verlautbarungen der Bundesregierung. Der Grundgedanke dabei ist, dass hier nicht Menschen zusammengeführt werden, die ansonsten keinen Kontakt zueinander hätten, sondern Arbeitssitzungen / Supervisionssitzungen stattfinden, die zum normalen, professionellen Arbeitsgeschehen gehören. Da aktuell die Corona-Verordnungen auf Landesebene definiert werden und durchaus unterschiedlich sind, ist es wichtig, die jeweils geltende Verordnung hinsichtlich dieser grundsätzlichen Argumentation zu bewerten und ggf. auf dem u.g. Weg eine spezifische Klärung und Genehmigung zu erwirken.

Nach den Verordnungen ist davon auszugehen, dass während der Sitzung eine Maskenpflicht – zumindest für diejenigen, die nicht zum „Team“ gehören – besteht. Ob das für den ganzen Sitzungsverlauf gilt oder nur in den Zeiten, in denen die Sitzplätze verlassen werden, ist nicht definiert.

Gruppensitzungen, in denen Menschen zusammenkommen, die im Alltag räumlich nicht miteinander arbeiten, sind hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit nicht eindeutig. (z.B. Sitzung von Gruppen von Führungskräften oder auch Teams, die im Alltag räumlich getrennt arbeiten). Es ist in diesen Fällen unklar, wie die Aufsichtsbehörden Vorort eine solche Sitzung bewertet, da nicht allen Ordnungsbehörden klar ist, wie das Thema „Supervision und Coaching“ zu kategorisieren ist. Nach den aktuellen Erlassen der Länder könnte eine spezifische Genehmigung jedoch erreicht werden.

Sollten Sie unsicher sein, ob eine Team- oder Gruppensitzung unter Corona-Bedingungen stattfinden kann oder nicht und findet diese Sitzung beim Auftraggeber statt, so empfiehlt es sich, mit dem Auftraggeber schriftlich (ggf. per Mail o.ä.) zu vereinbaren, dass der Auftraggeber die Organisation und die Verantwortung der rechtskonformen Corona-Regelungen übernimmt. In diesem Falle wären Sie als Supervisor*in oder Coach lediglich „Gast“ in fremden Räumen und stünden nicht mehr in der Verantwortung für die Organisationsregelungen.

In unklaren Rahmenbedingungen, in denen Sie die Verantwortung für die Corona-Regelungen haben, empfehlen wir zur Absicherung folgendes Vorgehen für den Fall, dass Sie eine Gruppensitzung durchführen wollen:

  1. Nehmen Sie vorab Kontakt mit Ihrer Stadtverwaltung / Ihrem Ordnungsamt auf und klären Sie telefonisch, worum es geht.
  2. Verweisen Sie dabei auf die aktuell für Ihr Land geltenden Erlässe zur Corona-Schutzverordnung.
  3. Schreiben Sie dann diese Stelle (per Mail) an und beschreiben Sie, was Sie genau anbieten wollen (Datum, Personenzahl, Größe des Raumes, Hygienemaßnahmen etc.).
  4. Bitten Sie um Genehmigung für das Angebot; zur Vereinfachung benennen Sie direkt eine ganze Terminreihe, falls dies Ihr Angebot für diese Gruppe ist.
  5. Warten Sie die Genehmigung (formlos, schriftlich, ggf. per Mail o.ä.) ab und dokumentieren Sie das Verfahren.

Muster: Antrag und Genehmigungen für Gruppensupervision (PDF)

Wie genau das einzelne Amt in Ihrer Stadtverwaltung mit der Anfrage umgehen wird, ist nicht sicher. Es gibt Erfahrungen, dass dieses Vorgehen erfolgreich ist und Sie so abgesichert ein Gruppenformat durchführen können.

Lassen Sie sich eine DSGVO-konforme Einwilligungserklärung von Supervisand*innen geben, die Sie berechtigt, im Falle einer behördlichen Anordnung die Daten der Supervisand*innen an das Gesundheitsamt bzw an das Ordnungsamt weiterzuleiten. Dies kann von der Behörde im Falle einer Coronainfektion angeordnet werden. Eine Vorlage finden Sie dazu im Mitgliederbereich der DGSv unter: https://www.dgsv.de/mitgliederbereich/service/fuer-ihre-praxis/datenschutz-und-dgsvo/.

Krankengeld – Zahlt meine Krankentagegeldversicherung?

Stand: 23.03.2020

Für den Fall, dass Sie selbst erkrankt sind und eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben, können Sie zur Zahlung des Krankentagegeldes auf diese Versicherung zugehen. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Versicherungen für den Fall der Pandemie eintreten oder in den Versicherungsbedingungen „Seuchen etc.“ ausgeschlossen haben. Zur Klärung gehen Sie bitte auf Ihre Versicherung zu.

Krankenversicherung – Kann ich meine Beiträge zur Krankenversicherung senken?

Stand: 03.04.2020

Ja, es ist sinnvoll, die Krankenversicherung um die Herabsetzung der monatlichen Krankenversicherungsbeiträge zu bitten. Das ist i.d.R. problemlos möglich. Diese Regel gilt allerdings nur für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse, da dort Einkommensabhängig der Beitrag berechnet wird. Privat versicherte Supervisor*innen oder abhängig beschäftigte Mitarbeiter*innen haben diese Möglichkeit i.d.R. nicht.

Maskenpflicht, Hygiene- und Abstandsregelungen – Was muss sicher gestellt sein?

Stand: 11.11.2020
  • Grundlegend ist in jedem Fall, dass bei Supervisions- oder Coachingsitzungen die Abstandsregeln und die Hygieneregeln eingehalten werden und von dem*der Supervisor*in organisiert werden, soweit die Sitzungen in den Räumen der*des Supervisor*in stattfindet. Finden die Sitzungen in den Räumen der Organisation statt, so ist diese dafür zuständig.
  • Supervisions- und Coachingsitzungen sind weder „Veranstaltungen“ noch „Therapiesettings“ – sie sind Beratungssitzungen im beruflichen Kontext. Daher finden die Regelungen zur Untersagung von Veranstaltungen und die Hinweise auf ärztliche oder therapeutische Settings in den Verlautbarungen der Bundesregierung und der Landesregierungen keine Anwendung. (Veranstaltungen sind nicht gestattet; im ärztlichen und therapeutischen Kontext besteht durch die Empfehlung der Kassenärztlichen Vereinigung eine Maskenpflicht.)
  • Wir gehen also davon aus, dass es bei Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen für Supervisionen und Coachings keine Maskenpflicht besteht. Allerdings besteht durch fehlende explizite Regelungen der Gesetzgeber eine rechtliche Rest-Unsicherheit; der Bereich von Supervision und Coaching ist in diesem Kontext als „Graubereich“ zu betrachten.
  • Es ist empfehlenswert, bei der Auftragsbestätigung (per Mail) Ihre Absprachen mit dem Auftraggeber kurz aufzuführen und sicher zu stellen, dass die Verantwortung für die Rahmenbedingungen der Supervisions- oder Coachingssitzungen im konkreten Fall durch den Auftraggeber übernommen wird. Würde ein Auftraggeber diese Absprache nicht bestätigen, ist von der Durchführung einer Sitzung abzuraten.

Mehrwertsteuersenkung – wie ist die beschlossene Mehrwertsteuersenkung zu bearbeiten?

Stand: 23.06.2020
  • Im Rahmen des Konjunkturpaketes zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung beschlossen, zeitweise die Mehrwertsteuersätze zu senken.
    – Geltungszeitraum vom 01.07.2020 – 31.12.2020
    – Mehrwertsteuer von bisher 19% auf 16% abgesenkt
    – Ermäßigter Satz von bisher 7% auf 5% abgesenkt (Der ermäßigte Satz hat i.d.R. im Zusammenhang mit den Dienstleistungen der DGSv-Mitglieder keine Bedeutung.)
  • Alle mitgeltenden Regelwerke zur Steuerbefreiung z.B. nach der Kleinunternehmerregelung oder im Zusammenhang mit Unterrichtsleistungen bleiben unverändert bestehen.
  • Leistungen, die im o.g. Geltungszeitraum erbracht werden, werden zum gesenkten Steuersatz von 16% berechnet. Ausschlaggebend ist der Zeitpunkt der Leistungserbringung; d.h., der Durchführung der Supervision oder des Coachings.
  • Der Zeitpunkt der Rechnungsstellung (Rechnungsdatum) oder der Zahlung der Rechnung auf Ihr Konto sind nicht relevant für die Höhe des Mehrwertsteuersatzes.
    – Beispiel: Supervisionssitzung vom 26.06.2020;
    Rechnungsdatum 04.07.2020 – Mehrwertsteuer 19%
    – Beispiel: Supervisionssitzung vom 04.07.2020;
    Rechnungsdatum 04.07.2020 – Mehrwertsteuer 16%
    – Beispiel: Supervisionssitzung vom 24.12.2020;
    Rechnungsdatum 05.01.2021 – Mehrwertsteuer 16%
  • Bei Verträgen, die mit Abschlagszahlungen oder Pauschalen die Dienstleistungen vergüten, ist darauf zu achten, dass die Leistungen im o.g. Zeitraum mit dem abgesenkten Steuersatz vergütet werden und ggf. eine nachträgliche Korrekturrechnung eine Überzahlung ausgleicht.
  • Rechnungen, die Sie als Freiberufler*in erhalten, werden ebenso nach dem o.g. Leistungsprinzip mit dem jeweilig geltenden Steuersatz berechnet. Sollten Sie eine falsche Rechnung erhalten, so ist es notwendig, dass Sie die Rechnung korrigieren lassen, damit das Finanzamt sie bei der Jahresabrechnung entsprechend akzeptiert.
  • Sonderfall Mieten:  Sind Sie Mieter*in von Büroflächen, so ist i.d.R. die Mehrwertsteuer Bestandteil Ihrer monatlichen Mietzahlung.  Lassen Sie bitte entweder für den o.g. Geltungszeitraum den Mietvertrag auf die neue, geringere Höhe ändern oder ergänzen sie ihn durch eine Zusatzvereinbarung mit Ihrer*Ihrem Vermieter*in.
  • Die Frage, wer von der Absenkung der Mehrwertsteuer profitieren soll, ist zwischen den Vertragsparteien zu vereinbaren. So ist denkbar, dass Sie mit dem verminderten Mehrwertsteuersatz den Vorteil an Ihren Auftraggeber weitergeben und dieser von dem um 3%-Punkte abgesenkten (Brutto-)Honorar profitiert. Denkbar ist auch, dass Sie als Freiberufler*in Ihre Nettohonorare um rd. 3%-Punkte anheben und die Kosten für den Auftragnehmer unverändert lassen; dann würde Ihnen der Vorteil des Konjunkturpaketes zufließen. Eine Regelung dazu ist in Einzelabsprachen denkbar.
  • Weitere praktische Hinweise:
    – Legen Sie für die verminderte Mehrwertsteuer in Ihrer Buchhaltung ein separates Buchungskonto an.
    – Legen Sie für die Kosten separate Konten an, die mit dem verminderten Vorsteuersatz verbundene Kosten ausweisen.
    – Berücksichtigen Sie diese Anpassungen in Ihren Umsatzsteuervoranmeldungen entsprechend.

Online-Supervision/Coaching – Wie und wo kann ich mich zu Online-Supervision/Coaching und zu Online-Portalen kundig machen?

Stand: 13.12.2020

Um Ihre Beratungsprozesse mit Hilfe eines Online-Portals fortsetzen zu können, oder auch  Online-Supervision/Coaching als neues Setting aufbauen zu können, ist es erforderlich Varianten und Angebote, die dem Beratungsanliegen entsprechen zu recherchieren. Bei der Recherche wird deutlich, dass es eine große Anzahl von Anbietern gibt, die je nach Anwendungsformat unterschiedliche Vor- und Nachteile aufweisen.

Die DGSv hat in der aktuellen Krisensituation einen unserer beratenden IT-Dienstleister, der sich fachlich versiert mit den Angeboten des Netzes auskennt, beauftragt, die wichtigsten Hinweise zu Online-Portalen zusammen zu stellen. Sie finden seine Stellungnahme hier: Web Conferencing für Supervisor*innen und Coaches von der Digitalberatung Topiclodge, Köln (PDF).

Um Sicherheitslücken zu vermeiden raten Computerexpert*innen dazu, als Gastgeber*in seine Gäste per Klick eintreten zu lassen; entsprechende Chat-Einstellungen werden in den Portalen angeboten.

Praxisnahe Literatur zur Vertiefung und weitere Information finden Sie unter Theorie-Praxis-Dialog auf den Themenseiten “Wissenschaft und Forschung”.

Hier finden Sie eine DSGVO-kompatible Muster-Einwilligungserklärung zur Online-Beratung: Einwilligungserklärung (PDF).

Bitte denken Sie daran abzuklären, ob Ihre Berufshaftpflichtversicherung auch die Arbeitsweise der Online-Beratung abdeckt und ggf. in den Vertrag aufnehmen zu lassen.

Quarantäne – Gibt es bei Quarantäne Entschädigung für Selbständige?

Stand: 16.12.2020

Wenn Selbständige unter Quarantäne gestellt werden, so können Sie Zahlungen auf Basis des Infektionsschutzgesetzes erhalten. Übernommen werden Entschädigungszahlungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des Einkommens und zusätzliche Betriebsausgaben (z.B. Mieten für Praxen etc.) können in angemessener Höhe übernommen werden.

Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) § 56 werden vom Staat Schäden nur dann ersetzt, wenn es eine persönliche, amtliche Anordnung zur Unterlassung der Tätigkeit gibt. Sollte so eine Anordnung für Sie erfolgen, so würden im Grundsatz auch freiberuflich tätige Supervisor*innen und Coaches Entschädigungen erhalten

Die Anträge dazu können Selbständige im Falle einer persönlichen Quarantäneanordnung beim zuständigen Gesundheitsamt stellen. Welches Gesundheitsamt für Sie zuständig ist erfahren Sie hier: https://tools.rki.de/PLZTool/

Weitere Informationen zum Infektionsschutzgesetz: https://ifsg-online.de/antrag-taetigkeitsverbot.html

Reisekosten – Greift meine Reiserücktrittskostenversicherung?

Stand: 23.03.2020

Häufig werden die Risiken, wie Kriegsereignisse, Unruhen, Seuchen etc. von solchen Versicherungen ausgeschlossen. Eine Klärung kann nur mit der Versicherungsgesellschaft direkt erfolgen.

Aktuell erstattet die Deutsche Bahn 100 %  der Bahntickets, wenn eine Veranstaltung aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden ist. Informationen finden Sie unter: www.bahn.de/corona

Rentenversicherung – Kann ich meine Beiträge zur Deutschen Rentenversicherung senken?

Stand: 23.03.2020

Sind Sie als Supervisor*in freiwillig in der DRV versichert, so bestimmen Sie die Höhe Ihrer Beiträge weitestgehend selbst. Sollte es für Sie zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen wichtig sein, so nehmen Sie Kontakt mit der DRV auf und passen Sie Ihren Beitrag an.

Steuern – Kann ich meine Steuerlast absenken?

Stand: 23.03.2020

Wenn Sie durch die Corona-Krise finanzielle Einbußen haben oder befürchten müssen, so wird dies zum Rückgang Ihres Jahreseinkommens 2020 führen. Dieses Jahreseinkommen ist Basis für die i.d.R. quartalsmäßigen Abschlagzahlungen auf die Einkommenssteuer. Kontaktieren Sie Ihr Finanzamt und lassen Sie die Abschläge auf das wahrscheinliche Maß hin absenken. Am Jahresende erfolgt dann die genaue Abrechnung der tatsächlichen Steuerlast und Sie erhalten eine Rückzahlung bzw. Nachbelastung.

Stundung – Kann ich meine Einkommenssteuerzahlungen aufschieben?

Stand: 23.03.2020

Im Normalfall zieht das Finanzamt recht kurzfristig Zahlungen ein, die fällig sind. Die Verlautbarungen der Regierung gehen nun dahin, dass Aufschübe der Steuerzahlungen möglich sein sollen. Ein solcher zinsloser Aufschub kann bei einem Liquiditätsengpass helfen und würde dann später zur Zahlung fällig. Nehmen Sie dazu Kontakt mit Ihrem Finanzamt oder Ihrem Steuerberater auf.

Das Finanzamt NRW hat Antragsformulare zur Steuerstundung ins Netz gestellt. Diese sind unabhängig von einer betriebswirtschaftlichen Auswertung zu nutzen  https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/information/corona 

Vertrag – Kann ich mich auf meinen Vertrag berufen?

Stand: 23.03.2020

Wurde ein schriftlicher Vertrag zur Supervision und Coaching abgeschlossen, so sind hier i.d.R. die Fristen und Ausfallzahlungen vorgesehen und können entsprechend durchgesetzt werden (siehe auch unser MUSTER-Vertrag und MUSTER AGB im Mitgliederbereich unserer Website).

Seminare oder andere Veranstaltungen, die aufgrund der Verlautbarungen von Behörden aktuell nicht stattfinden dürfen, können nicht mit Berufung auf den Vertrag (teilweise) abgerechnet werden. Es bleibt die Empfehlung, mit den Kunden eine einvernehmliche Regelung zur Verlegung der Termine zu finden, soweit dies möglich ist.

https://www.tagesschau.de/inland/faq-coronavirus-vertraege-101.html

Versicherungen – Gibt es Versicherungen, die mich schützen können?

Stand: 23.03.2020

Das wirtschaftliche Risiko einer Selbständigkeit ist im Grundsatz nicht versicherbar. Brechen nun die Aufträge weg – aus welchem Grunde auch immer – werden keine Versicherungen dieses Risiko absichern.

Einzig eine abgeschlossene Betriebsunterbrechungsversicherung könnte die entgangenen Umsätze oder Kosten erstatten. Ob Ihre Versicherung dieses Risiko im Falle der Corona-Pandemie übernimmt oder ob solche Schadensfälle ausgenommen sind, klären Sie bitte mit Ihrem Versicherer direkt.

Versicherungsbeiträge – Kann ich die Beiträge zu meinen laufenden Versicherungen absenken?

Stand: 23.03.2020

Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen u.a. erwarten regelmäßige Beiträge von ihren Kunden. Sollte die Liquiditätslage sich anspannen, so ist es ggf. sinnvoll, mit den Versicherern über eine Stundung, Absenkung o.ä. der Beiträge zu verhandeln.

Umsatzsteuer – Kann ich meine Umsatzsteuerzahlungen aufschieben?

Stand: 23.03.2020

Die Umsatzsteuer ist eine Steuer, die erst dann fällig wird, wenn Sie sie von einem Kunden erhalten haben und Sie sind verpflichtet, diese an das Finanzamt weiterzuleiten. Bei dieser Steuer handelt es sich also lediglich um einen Betrag, der zeitweise bei Ihnen vorhanden ist und den Sie abführen müssen. Daher gehen wir aktuell – Stand 23.03.2020 – davon aus, dass Umsatzsteuerzahlungen nicht aufgeschoben werden können. Weitere Informationen liegen uns dazu bisher nicht vor.

Zuschüsse für Luftreinhaltung in Ihrer Praxis

Stand: 05.11.2020

Luftreinhaltung hat in Corona-Zeiten eine besondere Bedeutung erlangt. Viele unserer Mitglieder bieten in eigenen Praxis- oder Büroräumen Supervision und Coaching an und setzen sich mit der Frage auseinander, wie die richtige Belüftung sicherzustellen ist. Wir haben alle lernen müssen, dass „Querlüften“ und „Stoßlüften“ wichtig ist. Einige Expert*innen geben Hinweise, dass auch der Einsatz von guten Belüftungssystemen die Reinhaltung der Luft unterstützen kann.

Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie für den Fall, dass Sie für Ihre Praxis ein Belüftungssystem anschaffen wollen, Zuschüsse beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen können. Das BAFA fördert mit bis zu 40% die Anschaffung von Systemen, die mit sog. „Querschnittstechnologien“ arbeiten und fest eingebaut sind.

Wir haben als DGSv in dieser Frage einen direkten Kontakt zum Bundesamt aufgenommen und konnten klären, dass Supervisor*innen und Coaches (DGSv) grundsätzlich als antragsberechtigt gelten und Ihnen das Zuschussverfahren zur Verfügung steht.

Sie finden im Mitgliederbereich unserer Website hierzu entsprechende Merkblätter des BAFA.
Für weitere Fragen zur Umsetzung einer solchen Anlage wenden Sie sich bitte an eine*n Fachhändler*in oder spezialisierte Ingenieurbüros und weisen Sie dort auf die Fördermöglichkeiten hin.