Führung

Führung. Worauf kommt es heute an?

Mit unterschiedlichen theoretischen Brillen versuchen die Fachleute der Gegenwart zu erkennen, was sich in der Führungskultur ändert oder ändern sollte. Zwei Beispiele für viele: Führungskräfte würden zur Zeit ihr postheroisches Zeitalter einläuten. Führung sei heute lateral zu meistern, mit wenig Macht und viel Mut zu Konflikten. Leitungssupervision und Führungskräfte-Coaching gehören zu den Standard-Arbeitsaufträgen von DGSv-Berater*innen. Wir setzen uns mit den aktuellen Anforderungen an Führung eingehend auseinander.


Führen aus der Ferne –
DGSv Expertise in der FAZ im Wochenend-Dossier „Beruf und Chance“ vom 09.05.2020

Über DGSv-Expertise zu Führungsfragen ist im Wochenend-Dossier „Beruf und Chance“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 9. Mai 2020 berichtet worden. Eine Blitzumfrage zum Thema “Führung in der Krise” unter DGSv-Berater*innen lag dem Artikel zugrunde. Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitgliedern, die an den Umfragen teilgenommen haben. Die Autorinnen, Nadine Bös und Ursula Kals, hatten zudem ein Interview mit DGSv-Geschäftsführer und Verbandssprecher Paul Fortmeier geführt.

Zum Artikel auf faz.net (mit Bezahlschranke)


zfo Beitrag: Experten in der Organisation

In der aktuellen zfo – Zeitschrift Führung + Organisation fragen DGSv Berater Dr. Lutz Lyding und DGSv Geschäftsführer Paul Fortmeier: Wie können Organisationen, die von Expertenwissen abhängig sind, diese Expert*innen optimal integrieren? Dazu müssen sie deren Bedürfnisse kennen. Anhand von Fallminiaturen aus der Beratungsarbeit werden drei Expert*innentypen und deren Bedürfnisse vorgestellt: der intern gewachsene Experte, die eingestellte Expertin und der formal externe Experte. Daraus werden die jeweiligen Integrationsanforderungen an die Organisation abgeleitet.

Zum Artikel der zfo


Wie kommt mein Team gut durch die Home Office Zeit?

5 Schritte fürs Home Office sind jetzt von DGSv Mitglied Dr. Isabell Lütkehaus im Working Women Newsletter veröffentlicht worden. Sie war bereits für den Working Women Podcast interviewt worden (Thema: Generationenvielfalt). Wo Kolleg*innen zusammenarbeiten, können Konflikte entstehen. Wie verändern sich diese durch die Verlegung der Zusammenarbeit ins Home Office, gerade zu Zeiten der Corona-Krise?

Zum Working Women Newsletterbeitrag


Führen mit Persönlichkeit.

DGSv-Mitglied Christian Polz schreibt in der Januar-Ausgabe des Bankmagazins über Führung und Nachwuchsförderung. Die Finanzindustrie und die Bankenlandschaft befinden sich in gewaltigen Umbrüchen und Transformationen. Welche Konsequenzen hat das für die Förderung der Nachwuchsführungskräfte? Ein exklusiver und kostenfreier Zugang zum Artikel wurde DGSv-Mitgliedern von Springer Professional eingeräumt. Eine kostenfreie Registrierung ist erforderlich. Dieses Angebot ist begrenzt von 05. bis 19.02.2020.

Zum Bankmagazin auf Springer Professional


Führungsstrategien in digitalen Zeiten

DGSv-Themenkonferenz-Mitglied Käthe Kruse hat in der Fachzeitschrift Innovative Verwaltung (11.2019) zum Thema Digitalisierung in der Verwaltung publiziert. Führungskräfte können mit Hilfe von Supervision und Coaching die sozialen und kulturellen Prozesse der digitalen Transformation gestalten. Was sind dabei die Herausforderungen?

Zum Artikel (Springer Professional Verlag)


Shared Leadership – Geteilte Führung

Geteilte Führung als Management-Konzept ist in aller Munde. Aber wie kann das Modell konkret in der Realität funktionieren, was sind Vorteile und Risiken und worauf ist zu achten? Im Doppelinterview bei Focus Online geben Robert Erlinghagen, Coach und Supervisor DGSv, und Paul Fortmeier, Geschäftsführer der DGSv, Einblicke in ein vieldiskutiertes Modell der neuen Arbeitswelt.

Zum Interview auf focus.de


Die getriebenen Treiber

Zum Anforderungsprofil zeitgenössischer Führungskräfte: Eindrücke vom 6. Kongress für Psychodynamisches Coaching und Psychoanalytische Sozialpsychologie

Führungskräfte müssen sich in profit- und veränderungsorientierten Organisationen bewähren und ggfs. harte strategische Entscheidungen treffen. Andererseits müssen sie z.B. auch der Sehnsucht von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entsprechen, gerecht und fürsorglich behandelt zu werden. Sie haben also ständig ambivalente Erwartungen auszubalancieren; und nicht alle scheinen der Situation gewachsen, gleichzeitig „Treiber“ wie „Getriebene“ des permanenten Wandels in den Organisationen zu sein.

Diese Spannungsfelder und die Konsequenzen für ein „gutes Führungsverhalten“ leuchtete der Kongress “Führung -> good enough!?” aus, der Mitte Februar 2015 an der Universität Kassel stattfand. Für die Auseinandersetzung um Ansätze und Elemente einer Form „guter Führung“ erschien den Veranstaltern interessant, das von Donald W. Winnicott entwickelte Konzepts der „good enough mother“ auf Führungskräfte zu übertragen.

Auf Basis dieses Konzepts, das perfektionistische Ansprüche mit realen inneren und äußeren Möglichkeiten abgleicht, initiierte man eine vielseitige Auseinandersetzung um die Frage guter oder hinreichend guter Führung. So wurden Erfahrungen mit psychodynamisch inspirierten Konzepten von Coaching, Supervision und Führungskräfteentwicklung vorgestellt. In Workshops wurde u.a. das historische Verhältnis von Supervision und Führung intensiv erörtert.

Schließlich ging es auch um Führungspraxis in zentralen gesellschaftlichen Bereichen. So führte Thomas Bockelmann, Intendant des Staatstheaters Kassel, in die hoch sensible Führungsarbeit in (s)einem Theater ein. Eindrücklich verdeutlichte er, dass sich Künstlerinnen und Künstler nicht über äußeren Druck oder Anreizsysteme führen lassen.

Und Dr. Axel Kalus, Erster Polizeihauptkommissar im Polizeipräsidium Münster, referierte über „Führung in kritischen Situationen – Führungskonzepte in der Polizei“. Hoch interessant: Die Polizei nutzt eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) für die situative und operative Führung. Was das im Fall von Geiselnahmen und anderen Krisenlagen bedeutet, wo irreversible Entscheidungen ohne Probehandeln unter Zeitdruck gefällt werden müssen, machte er u.a. an diesen Punkten fest:

Radikale Akzeptanz: Jede Entscheidung basiert teilweise auf Prognosen, Einschätzung und Ungewissheiten – niemals werden alle Faktoren für die Entscheidung bekannt sein. Kopf und Bauch im Einklang: Der Kopf sollte nichts tun, was der Bauch nicht fühlt.

“Führung -> good enough!?“, der 6. Kongress für Psychodynamisches Coaching und Psychoanalytische Sozialpsychologie“ wurde veranstaltet von der Universität Kassel, vom Sigmund Freud Institut und der inscape GmbH – in Zusammenarbeit mit der DGSv. Dieser Text ist die Essenz des Kongresspreviews sowie des Kongressberichts, den das DGSv-Mitglied Volker Walpuski erstellt hat.