Basiswissen | Supervision – Coaching – Organisationsberatung

Supervision, Coaching, Organisationsberatung sind wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte und ethisch gebundene Konzepte für personen- und organisationsbezogene Beratung in der Arbeitswelt. Sie sind wirksame Beratungsformen in Situationen hoher Komplexität, Differenziertheit und dynamischer Veränderungen.
Lesen Sie die Definitionen zu Supervision, Coaching und Organisationsberatung.

Wir setzen auf die 3 Säulen der Beratung: Supervision – Coaching – Organisationsberatung. Tiefer einsteigen: DGSv Positionierung lesen.

Was ist und kann Supervisorische Beratung?

Supervisorische Beratung kennt sich aus mit den Grundbedürfnissen und -konflikten des Menschseins und in der Arbeitswelt.
Sie bleibt stabil, auch wenn es mal turbulent wird. Sie unterstützt nützliche, gewinnbringende, funktionale Reflexionsprozesse von Menschen und Organisationen.

Sie ist geprägt von einer sorgfältigen Auftragsklärung, Diagnostik und Prozessgestaltung hinsichtlich der Dimensionen Person, Rolle, Organisation und Anspruchsgruppen (Stakeholder). Sie wirkt deshalb besonders tief.

Keine andere Beratung kann das.
Jetzt tiefer einsteigen: Was ist und kann Supervisorische Beratung?

Was passiert im Beratungsprozess?

Beratungsinhalte von Supervision und Coaching ergeben sich aus den Spannungsfeldern von Person, Rolle, Organisation und Klient*innen- oder Kundensystem bzw. Produkten und Dienstleistungen.

Im Beratungsprozess geht es besonders um:

  • die Reflexion von Erfahrungen, Prozessen und Kontexten
  • das Verstehen von Strukturen, Prozessen und Mustern in Denken, Verhalten und Systemen
  • die Analyse und Klärung von Konfliktdynamiken bzw. die Lösung von Konflikten
  • die Systematisierung komplexer Zusammenhänge
  • Bildungs- und Qualifizierungsprozesse

Ziele von Supervision und Coaching

Die Ziele von Supervision und Coaching sind:

  • die Erweiterung der Wahrnehmungs- und Deutungsmöglichkeiten
  • ein vertieftes Verstehen von Erfahrungen, Ereignissen und Handlungen in ihren vielfältigen Bezügen und Wechselwirkungen
  • die Erhöhung der persönlichen, sozialen und professionellen Kompetenz insbesondere zur Problemlösung in kritischen Situationen und
  • selbstbewusstes, kompetentes Handeln

Die Bedeutung der Beratungsbeziehung

Supervisor*innen, Coaches und Organisationsberater*innen verfügen über die Kompetenz zur Gestaltung einer professionellen
Beratungsbeziehung; sie weisen ihre Beratungskompetenz nach durch eine qualifizierte, längerfristige Weiterbildung,
kontinuierliche Fortbildung, Kontrollsupervision und durch Erfahrung. Die Beratungsbeziehung ist der zentrale Wirkfaktor von Supervision und Coaching. In ihr werden komplexe berufliche Rollen- und Beziehungsdynamiken reflektiert und neue Handlungsfähigkeit entwickelt. Sie ist geprägt von einer professionellen, machtbewussten und diskriminierungskritischen Haltung, die Vertraulichkeit, transparente Kontrakte sowie die Wahrung von Rollen- und Grenzen sicherstellt. So wird die Beratungsbeziehung zu einem geschützten Reflexionsraum, in dem Berater*innen ihrer besonderen fachlichen Verantwortung gerecht werden und zur Professionalisierung sowie zur Förderung von Demokratisierung und Reflexivität in der Arbeitswelt beitragen.

Supervision, Coaching und Organisationsberatung sind nach dem Verständnis der DGSv an gesellschaftliche Verantwortung für Bildung, Gesundheit, Grundrechte, Demokratie, Gerechtigkeit, Frieden und nachhaltige Entwicklung gebunden. Sie sind einer Ethik verpflichtet, die diesen Zielen entspricht. Klare Regeln dazu hat unser Verband in den Ethischen Leitlinien der DGSv (PDF) formuliert.
Supervisor*innen, Coaches, Organisationsberater*innen, Auftraggeber*innen, Supervisand*innen und Coachees bewerten kritisch den Beratungsprozess und seine Ergebnisse.

Prinzipien von Supervision und Coaching

Folgende Prinzipien sind charakteristisch für Supervision und Coaching:

  • Subjektorientierung
  • Prozessorientierung
  • Kontextbezug
  • Organisationsbezug
  • Dialog
  • Mehrperspektivität
  • Rollenklarheit auf Grundlage eines definierten Arbeitsauftrags
  • Ergebnisoffenheit

Welche Grundhaltung nehmen DGSv Berater*innen ein?

Die Grundhaltung von DGSv Supervisor*innen, Coaches und Organisationsberater*innen ist geprägt von:

  • Wertschätzung
  • Überparteilichkeit
  • Ressourcenorientierung
  • persönlichem Engagement in der professionellen Rolle
  • kritische Distanz in Verbindung mit Einfühlung
  • Interesse an Unterschiedlichkeiten
  • gesellschaftspolitischem Interesse
  • der Fähigkeit, Widersprüche und Spannungen auszuhalten und Perspektiven zu eröffnen

Klare Regeln zur Qualitätssicherung

Die folgenden Regelwerke der DGSv sind Grundlage zur Qualitätssicherung und -entwicklung von Supervision und Coaching als Profession:

  • Die Standards nennen essentielle Kriterien zur Qualitätsprüfung und beschreiben unverzichtbare inhaltliche und formale Mindestanforderungen für die Weiterbildung zur*zum Supervisor*in und Coach, weiter lesen: wissenswerte Hintergründe zu den Standards.
  • Die Zertifizierungsordnung, bzw. die Anerkennungsordnung stellen das Verfahren zur Zertifizierung von Weiterbildungen zur*zum Supervisor*in und Coach im Rahmen eines dialogischen, auf Qualität ausgerichteten Prozesses dar.
  • Die Aufnahmeordnung macht Angaben dazu, wie Personen und Institutionen Mitglieder der DGSv werden können.
  • Eine enge Verzahnung der hier beschriebenen Verfahren dient der Qualitätsentwicklung und der Innovation von Supervision und ihrer Weiterbildung.

Alle Regularien

Die Regelwerke werden hinsichtlich ihrer Praktikabilität und Sinnhaftigkeit kontinuierlich beobachtet und weiterentwickelt.

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