Eine Beratung in Form einer Teamsupervision kann die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb eines Teams verbessern und so auch die Arbeitsqualität steigern. Teamsupervisionen nehmen die Aufgaben, Prozesse und Abläufe eines Teams sowie die Zuständigkeiten und Rollen in den Blick. Sie schauen auf die Gruppen- bzw. Teamdynamik und berücksichtigen auch das Umfeld des Teams und die Organisationskultur. Kurz: Teamsupervisionen bieten einen ganzheitlichen Ansatz, um Teams zu unterstützen.
Was sind Anwendungsfelder für Teamsupervisionen?
Gerade bei strukturellen oder personellen Veränderungen, bei besonderen Herausforderungen sowie Teamkonflikten kann diese Form der Supervision die ideale Wahl sein. Sie kann helfen, Stress besser zu bewältigen und den Teamgeist zu fördern. Darüber hinaus geht es darum, die Beziehungen innerhalb des Teams zu verbessern. Dadurch kann das Vertrauen im Team wachsen, und gleichzeitig werden Teamarbeit und Kommunikation verbessert. Auch beim frühzeitigen Erkennen von Konflikten sowie deren konstruktiver Bearbeitung hilft diese Beratungsform.
Teamsupervisionen sind aber keine Teamevents, bei denen nur für gute Stimmung gesorgt werden soll. Teamsupervisionen können vor allem emotional anstrengend sein, wenn Dinge angesprochen werden, die sonst nicht gesagt werden. Teamsupervisionen sind ein geschützter Raum, um sich als Team aufeinander einzulassen.
Die Ergebnisse sind vielfältig und nicht immer in Zahlen messbar. Teamsupervisionen können vor allem einen Beitrag zu einer offenen Organisationskultur leisten, sie können die Effizienz steigern und auch zur Optimierung von Prozessen innerhalb des Teams beisteuern. Zugleich dient die Teamsupervision auch der persönlichen Entwicklung durch mehr Selbstreflexion, verbesserten sozialen Kompetenzen oder einem gezielteren Umgang mit Stress und Belastungen am Arbeitsplatz.
Auch die Anlässe sind vielfältig, zum Beispiel:
- Neue Aufgabenstellungen oder Klärung von Aufgabenverteilungen im Team
- Ansprechen wechselseitiger Erwartungen oder Aufbau einer Feedback-Kultur
- Einarbeitung und Integration neuer Teammitglieder
- Klärung von Kommunikationsprozessen zum Beispiel für remote oder hybride Teams
- Umgang mit Fluktuation, Stress, Überlastung
- Umgang mit Spannungen oder Missverständnissen
Häufig kommt vonseiten der Führungskräfte oder von den Teammitgliedern selbst auch der Wunsch, sich gemeinsam weiterzuentwickeln und die Qualität der Arbeit weiter zu verbessern.
Wie kann ich mit Supervision die Teamdynamik verbessern?
Oft geht es in Teamsupervisionen nicht nur um ein einzelnes Problem, sondern um die ganze Komplexität der Abeitswelt, wie sie sich in einem Team abbildet. Sich Zeit zu nehmen, die eigene Situation im Team zu reflektieren, trägt zu einer langfristig gesunden Teamdynamik bei. Hierzu ist es wichtig, die Gesamtsituation zu verstehen und zu berücksichtigen. Auch hierarchische Führungsebenen im Unternehmen tragen zum Beispiel oft einen Teil zu Unstimmigkeiten und Schwierigkeiten bei. In vielen Fällen gelingt es in Teamsupervisionen, das Verständnis für verschiedene Perspektiven und unterschiedliche Kolleg*innen zu verbessern, was zu einer harmonischeren Zusammenarbeit führt.
Unter der Leitung erfahrener Supervisor*innen tragen regelmäßige Supervisionstermine dazu bei, die Teamentwicklung sowie die Kooperation zu fördern. Dies kann gerade im Hinblick auf die Arbeitszufriedenheit ein entscheidender Faktor sein, der nicht nur zum Unternehmenserfolg, sondern auch zur Mitarbeitergewinnung und -bindung beiträgt. Gerade im Kontext des Fachkräftemangels können Arbeitgeber*innen das Angebot einer Teamsupervision als Pluspunkt für das eigene Unternehmen nutzen.
Wie läuft eine Teamsupervision ab?
Es gibt keine Standards oder festen Regeln für die Gestaltung einer Teamsupervision. Wichtig ist eher, dass die spezifische Situation und Konstellation Ihres Teams berücksichtigt wird. Seien sie eher skeptisch bei Lösungen von der Stange. In der Regel beginnt die Teamsupervision damit, dass Sie Kontakt mit Supervisor*innen aufzunehmen und gemeinsam die aktuelle Situation in der Arbeitsgruppe zu analysieren. Idealerweise findet vor der ersten Sitzung ein ausführliches Gespräch zur Auftragsklärung statt. In diesem Gespräch wird u.a. das übergeordnete Thema der Supervisionbesprochen; die Teilnehmer*innen und Supervisor*innen besprechen hier aber auch organisatorische Dinge wie Zeit, Ort und Dauer.
Anschließend findet eine Bearbeitungsphase statt, in der am Anliegen des Teams gearbeitet wird. Allerdings ist es nicht selten, dass sich das Anliegen im Laufe der Arbeit noch einmal verändert, weil neue Erkenntnisse gewonnen werden und sich dadurch die Problembeschreibung verändert. Diesen Prozess zu steuern ist Aufgabe des*der Supervisor*in – immer in enger Absprache mit Ihnen als Auftraggeber*in bzw. Klient*in.
Am Ende einer Teamsupervision steht in der Regel eine Auswertung:
- Was hat es gebracht?
- Wie geht es weiter?
- Was haben wir gelernt?
- Was werden wir in Zukunft anders machen?
Wie sieht das Setting einer Teamsupervision aus?
Konflikte und Spannungen im Team entstehen häufig durch unklare Rollen und ungleich verteilte Arbeitsbelastungen. Auch Missverständnisse können zu Problemen und Misstrauen untereinander führen. Bei der Teamsupervision geht es daher darum, gemeinsam zu wachsen und als Team stärker zu werden. Nicht zuletzt kann auch die Entwicklung neuer Strukturen innerhalb der Arbeitsgruppe ein wichtiger Aspekt sein.
Eine Sitzung im Rahmen der Teamsupervision ist nicht vergleichbar mit üblichen formalen Meetings. Es ist ein intensives Gespräch in einer Atmosphäre, in der sich alle Teilnehmer*innen gut beteiligen können. Das Gespräch wird von einem oder einer Supervisor*in moderiert und geleitet. Supervisor*innen geben dabei keine vorgefertigten Lösungen vor. Ihre Aufgabe ist es, den Prozess zu begleiten und die Teilnehmer*innen dabei zu unterstützen, sich auszutauschen, auch kritische Aspekte anzusprechen und selbst Handlungsalternativen und Lösungen zu finden.
Eine Teamsupervision ist meist ein Prozess aus mehreren Sitzungen, wobei gegebenenfalls vom Team auch zwischen den Terminen an den Themen gearbeitet wird und Erkenntnisse aus den einzelnen Sitzungen in den Arbeitsalltag übertragen werden. Veränderungen brauchen Zeit, weshalb die prozesshafte Arbeit oft sinnvoll ist. Die einzelnen Sitzungen dauern unterschiedlich lange, oft zwischen 90 Minuten und drei Stunden. In vielen Organisationen ist Teamsupervision auch ein fortlaufender Prozess mit regelmäßig stattfindenden Sitzungen, der anlassunabhängig Gelegenheit zur Reflexion des Arbeitsalltags bietet. Dadurch kann Supervision auch Konflikten vorbeugen. Es ist ratsam, Teamsupervision nicht erst dann zu beginnen, wenn Konflikte bereits ausgebrochen sind.
Fazit: Teamsupervision stärkt Teams
Die Teamsupervision ist in vielen Unternehmen und Organisationen ein geeignetes Mittel, um Teams zu stärken und zur Verbesserung der Zusammenarbeit beizutragen. So wird letztlich auch die Qualität der Arbeit verbessert. Auch zur professionellen Begleitung von Veränderungsprozessen ist diese Form der Beratung ein sinnvoller Ansatz. Jede Supervision wird von qualifizierten Supervisor*innen geleitet. Diese bringen nicht nur Wissen rund um psychologische Ansätze und Kommunikationsmethoden mit, sondern sind auch in Organisations- und Teamdynamiken und deren Auswirkungen geschult. Geeignete Berater*innen finden Sie in unserem DGSv Berater-Scout.