Cora-Baltussen-Preis

Der Cora-Baltussen-Preis der DGSv

Wir prämieren Ihre Abschlussarbeit!

Sie haben eine Qualifizierung zur Supervisorin, zum Supervisor oder Coach absolviert und können Mitglied der DGSv werden? Dann winkt Ihnen unter Umständen ein zweiter Lohn für Ihre Mühen. Denn wir prämieren die besten Abschluss- oder Masterarbeiten, pro Jahr bis zu drei. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten 500,- Euro und im Falle der Veröffentlichung einen weiteren Zuschuss in gleicher Höhe. Mit dem Cora-Baltussen-Preis fördern wir den Nachwuchs und den Dialog zwischen Theorie und Praxis.

Worauf kommt es an?

Prämiert wird die Arbeit, die sich als besonders wissenschaftlich fundiert, innovativ und praxisrelevant erweist – drei Attribute, die Cora Baltussens Wirken hervorragend beschreiben.

Wer war Cora Baltussen?

Cornelia Wilhelmina Maria Baltussen (*1912, † 2005) stammte aus den Niederlanden und hat als  Sozialarbeiterin und Psychologin die Entwicklung der Supervision in Deutschland maßgeblich mit auf den Weg gebracht.

Cora Baltussen als Weltkriegskind,
hintere Reihe ganz links, um 1925 © privat

Cora Baltussen ca. 1990 © privat

Sie beteiligte sich am holländischen Widerstand gegen die Nazis. Zeit ihres Lebens setzte sie sich für die Rehabilitierung polnischer Truppen ein, die in den Niederlanden gegen die deutschen Besatzer kämpften. Nach Kriegsende förderte sie die Ausbildung von Supervisoren, indem sie beispielsweise Louis Lowy davon überzeugte, für Lehraufträge aus dem US-Exil nach Deutschland zurückzukehren. Lowy hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der ersten Supervisionsausbildungen in Deutschland geleistet. Dem Louis-Lowy-Institut (Forschungsinstitut für Beratung und Supervision in Herzogenrath) stand ab 1985 Heinz J. Kersting als Direktor vor. Er war wenige Jahre später der Gründungsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Supervision.

Sozialpädagoginnen wie Cora Baltussen legten den Grundstein für Supervision als dezidiertem Berufsfeld mit ganz eigenen Qualitätsansprüchen und Ausbildungserfordernissen. Cora Baltussen war selbst Supervisorin an der Akademie für Jugendfragen in Münster.

Ihre Ansichten zur Ausbildung von Supervisoren und Supervisorinnen sind heute so aktuell wie damals. Beispielsweise empfahl sie schon 1962 in einem Vortrag zu „Wesen und Aufgabe der Supervision“ eine Lehrsupervision durch erfahrenere Kolleginnen und Kollegen. Fertig ausgebildeten Supervisoren legte sie Fallbesprechungen durch einen „Konsultanten“ nahe, also eine Kontrollsupervision. Außerdem müsse, wer Supervision ausübe, Reife und Persönlichkeitsbildung sowie ausreichende theoretische Kenntnisse mitbringen.

Der Cora-Baltussen-Preis erinnert demnach an die emanzipativen, demokratischen und internationalen Wurzeln unserer Profession.

 

 

Wer kann teilnehmen?

Jede von der DGSv zertifizierte oder anerkannte Weiterbildungsstätte kann pro von der DGSv zertifiziertem oder anerkanntem Qualifizierungsdurchgang eine Abschluss- oder Masterarbeit einreichen.

Gibt es Fristen?

Der jährliche Einsendeschluss ist der 15. März.

Wann wird der Cora-Baltussen-Preis verliehen?

Der Vorstand verleiht den Preis im Rahmen der Mitgliederversammlung der DGSv. Im Jahr 2018 findet sie am 28./29. September in Kassel statt.

Wer ist die Jury?

  • Brigitte Geißler-Piltz
    Prof. Dr. rer. pol., emeritierte Hochschullehrerin der Alice Salomon Hochschule (ASH): Schwerpunkt Gesundheit und Beratung, wissenschaftliche Leitung des ASH Zertifikatskurses „Supervision und Coaching in Sozialer Arbeit, Bildung und Gesundheit“, Supervisorin/ Coach DGSv, Lehrsupervisorin. Vorsitzende der DGSv 2010–2016.
  • Ullrich Beumer
    Dipl.-Pädagoge, Organisationsberater, Supervisor/Coach DGSv, Partner inscapegroup, Köln, Geschäftsführer inscape GmbH, Köln, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sigmund- Freud-Institut, Frankfurt.
  • Peter Weber
    Prof. Dr. phil., Lehrstuhl f. Kommunikation und Beratung Fachhochschule der Diakonie Bielefeld, Studiengangsleiter Organisationsentwicklung und Supervision (MA), Supervisor/ Coach DGSv, Mediator BMWA, Seniorpartner Kastner Partner Consulting.

 

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