Cora-Baltussen-Preis

Der Cora-Baltussen-Preis der DGSv

Wir prämieren Ihre Abschlussarbeit!

Sie haben eine Qualifizierung zur Supervisorin, zum Supervisor oder Coach absolviert und können Mitglied der DGSv werden? Dann winkt Ihnen unter Umständen ein zweiter Lohn für Ihre Mühen. Denn wir prämieren die besten Abschluss- oder Masterarbeiten, pro Jahr bis zu drei. Die Gewinner*innen erhalten 500,- Euro. Zusätzlich kann die Veröffentlichung einer prämierten Arbeit in einem geeigneten Medium, zum Beispiel in einem Fachverlag, mit einem weiteren Zuschuss unterstützt werden. Die Veröffentlichung der Preisträger*innen erfolgt im Journal Supervision mit einem Abstract der Arbeit.

Preisträger*innen 2017
Preisträger*innen 2018

Aktuelle Ausschreibung: Cora Baltussen Preis 2019 (PDF)

Worauf kommt es an?

Prämiert wird die Arbeit, die sich als besonders wissenschaftlich fundiert, innovativ und praxisrelevant erweist – drei Attribute, die Cora Baltussens Wirken hervorragend beschreiben.

Wer war Cora Baltussen?

Cornelia Wilhelmina Maria Baltussen (*1912, † 2005) stammte aus den Niederlanden und hat als  Sozialarbeiterin und Psychologin die Entwicklung der Supervision in Deutschland maßgeblich mit auf den Weg gebracht.

Cora Baltussen als Weltkriegskind,
hintere Reihe ganz links, um 1925 © privat

Cora Baltussen 1977 © Aloys Schepers

Sie beteiligte sich am holländischen Widerstand gegen die Nazis. Zeit ihres Lebens setzte sie sich für die Rehabilitierung polnischer Truppen ein, die in den Niederlanden gegen die deutschen Besatzer kämpften. Nach Kriegsende förderte sie die Ausbildung von Supervisoren, indem sie beispielsweise Louis Lowy davon überzeugte, für Lehraufträge aus dem US-Exil nach Deutschland zurückzukehren. Lowy hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der ersten Supervisionsausbildungen in Deutschland geleistet. Dem Louis-Lowy-Institut (Forschungsinstitut für Beratung und Supervision in Herzogenrath) stand ab 1985 Heinz J. Kersting als Direktor vor. Er war wenige Jahre später der Gründungsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Supervision.

Sozialpädagoginnen wie Cora Baltussen legten den Grundstein für Supervision als dezidiertem Berufsfeld mit ganz eigenen Qualitätsansprüchen und Ausbildungserfordernissen. Cora Baltussen war selbst Supervisorin an der Akademie für Jugendfragen in Münster.

Ihre Ansichten zur Ausbildung von Supervisor*innen sind heute so aktuell wie damals. Beispielsweise empfahl sie schon 1962 in einem Vortrag zu „Wesen und Aufgabe der Supervision“ eine Lehrsupervision durch erfahrenere Kolleg*innen. Fertig ausgebildeten Supervisor*innen legte sie Fallbesprechungen durch einen „Konsultanten“ nahe, also eine Kontrollsupervision. Außerdem müsse, wer Supervision ausübe, Reife und Persönlichkeitsbildung sowie ausreichende theoretische Kenntnisse mitbringen.

Der Cora-Baltussen-Preis erinnert demnach an die emanzipativen, demokratischen und internationalen Wurzeln unserer Profession.

Journal Supervision 2.2018: Artikel “Der Förderpreis der DGSv leiht sich einen Namen” (PDF)

Wer kann teilnehmen?

Jede von der DGSv zertifizierte oder anerkannte Weiterbildungsstätte kann pro von der DGSv zertifiziertem oder anerkanntem Qualifizierungsdurchgang eine Abschluss- oder Masterarbeit einreichen.

Gibt es Fristen?

Der jährliche Einsendeschluss ist der 15. März.

Wann wird der Cora-Baltussen-Preis verliehen?

Der Vorstand verleiht den Preis im Rahmen der Mitgliederversammlung der DGSv. Im Jahr 2019 findet die Preisverleihung am 27. September in Essen statt.

Wer ist die Jury?

  • Ullrich Beumer
    Dr. phil., Dipl.-Pädagoge, Organisationsberater, Supervisor/Coach DGSv, Partner inscapegroup, Köln, Geschäftsführer inscape GmbH, Köln, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt.

  • Claudia Bredt
    Organisationsberaterin (M.A.), Supervisorin/Coach DGSv, Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung und Lehrerausbildung, Geschäftsführende Gesellschafterin im beraterhaus-kassel, Projektentwicklungen zu Selbstwirksamkeit in Organisationen, Dozentin im Masterstudiengang Coaching, Organisationsberatung und Supervision (COS) der Management School der Universität Kassel.

  • Ulrike Galander
    Dr. phil., Dipl.-Lehrerin, Supervisorin/Coach DGSv, Lehrsupervisorin.
    Mitglied im Vorstand der DGSv 2001-2007, Ombudsfrau der DGSv 2008-2014.

  • Brigitte Geißler-Piltz
    Prof. Dr. rer. pol., emeritierte Hochschullehrerin der Alice Salomon Hochschule (ASH): Schwerpunkt Gesundheit und Beratung, wissenschaftliche Leitung des ASH Zertifikatskurses „Supervision und Coaching in Sozialer Arbeit, Bildung und Gesundheit“, Supervisorin/ Coach DGSv, Lehrsupervisorin. Vorsitzende der DGSv 2010–2016.

  • Ulrich Siegrist
    Diplom-Sozialpädagoge (FH), Master of Organizational Psychology, freiberuflich tätiger Supervisor/Coach DGSv/GwG, Lehrsupervisor.

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