Cora-Baltussen-Preis

Der Cora-Baltussen-Preis der DGSv

Wir prämieren Ihre Abschlussarbeit!

Sie haben eine Qualifizierung zur Supervisorin, zum Supervisor oder Coach absolviert und können Mitglied der DGSv werden? Dann winkt Ihnen unter Umständen ein zweiter Lohn für Ihre Mühen. Denn wir prämieren die besten Abschluss- oder Masterarbeiten, pro Jahr bis zu drei. Die Gewinner*innen erhalten 500,- Euro. Zusätzlich kann die Veröffentlichung einer prämierten Arbeit in einem geeigneten Medium, zum Beispiel in einem Fachverlag, mit einem weiteren Zuschuss unterstützt werden. Die Veröffentlichung der Preisträger*innen erfolgt im Journal Supervision mit einem Abstract der Arbeit.

Preisträger*innen 2017
Preisträger*innen 2018
Preisträger*innen 2019
Preisträgerin 2020
Preisträgerinnen 2021
Preisträgerinnen 2022

Worauf kommt es an?

Prämiert wird die Arbeit, die sich als besonders wissenschaftlich fundiert, innovativ und praxisrelevant erweist – drei Attribute, die Cora Baltussens Wirken hervorragend beschreiben.

Informationsflyer Cora-Baltussen-Preis 2023 (PDF)

Wer war Cora Baltussen?

Cornelia Wilhelmina Maria Baltussen (*1912, † 2005) stammte aus den Niederlanden und hat als  Sozialarbeiterin und Psychologin die Entwicklung der Supervision in Deutschland maßgeblich mit auf den Weg gebracht.

Cora Baltussen als Weltkriegskind,
hintere Reihe ganz links, um 1925 © privat
Cora Baltussen 1977 © Aloys Schepers

Sie beteiligte sich am holländischen Widerstand gegen die Nazis. Zeit ihres Lebens setzte sie sich für die Rehabilitierung polnischer Truppen ein, die in den Niederlanden gegen die deutschen Besatzer kämpften. Nach Kriegsende förderte sie die Ausbildung von Supervisoren, indem sie beispielsweise Louis Lowy davon überzeugte, für Lehraufträge aus dem US-Exil nach Deutschland zurückzukehren. Lowy hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der ersten Supervisionsausbildungen in Deutschland geleistet. Dem Louis-Lowy-Institut (Forschungsinstitut für Beratung und Supervision in Herzogenrath) stand ab 1985 Heinz J. Kersting als Direktor vor. Er war wenige Jahre später der Gründungsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Supervision.

Sozialpädagoginnen wie Cora Baltussen legten den Grundstein für Supervision als dezidiertem Berufsfeld mit ganz eigenen Qualitätsansprüchen und Ausbildungserfordernissen. Cora Baltussen war selbst Supervisorin an der Akademie für Jugendfragen in Münster.

Ihre Ansichten zur Ausbildung von Supervisor*innen sind heute so aktuell wie damals. Beispielsweise empfahl sie schon 1962 in einem Vortrag zu „Wesen und Aufgabe der Supervision“ eine Lehrsupervision durch erfahrenere Kolleg*innen. Fertig ausgebildeten Supervisor*innen legte sie Fallbesprechungen durch einen „Konsultanten“ nahe, also eine Kontrollsupervision. Außerdem müsse, wer Supervision ausübe, Reife und Persönlichkeitsbildung sowie ausreichende theoretische Kenntnisse mitbringen.

Der Cora-Baltussen-Preis erinnert demnach an die emanzipativen, demokratischen und internationalen Wurzeln unserer Profession.

Journal Supervision 2.2018: Artikel „Der Förderpreis der DGSv leiht sich einen Namen“ (PDF)

Wer kann teilnehmen?

Jede von der DGSv zertifizierte oder anerkannte Weiterbildungsstätte kann pro von der DGSv zertifiziertem oder anerkanntem Qualifizierungsdurchgang zwei Abschluss- oder Masterarbeiten einreichen.

Gibt es Fristen?

Der jährliche Einsendeschluss ist der 31. März.

Wann wird der Cora-Baltussen-Preis verliehen?

Der Vorstand verleiht den Preis im Rahmen der Mitgliederversammlung der DGSv. Im Jahr 2023 findet die Preisverleihung am 10. November in Kassel statt.

Wer ist die Jury?

Hans-Peter Griewatz
Prof. Dr., IU-Wuppertal, Supervisor (DGSv), Mitglied der Entwicklungskommission seit 2017, Sokratischer Gesprächsleiter, Mitherausgeber der „Positionen“.

Käthe Kruse
Diplom-Pädagogin, Supervisorin und Coach DGSv, Lehrsupervisorin, Mediatorin; Führungskraft und Organisationsinterne Supervisorin im ministeriellen Bereich bis zum Renteneintritt, freie Praxis in Berlin; Mitarbeit in der AG Organisationsinterne Supervision von 2011 bis 2017 und Mitarbeit in der Themenkonferenz der DGSv von 2019 bis 2021.

Antje Pfab
Dr., Supervisorin und Coach (DGSv), wiss. Mitarbeiterin an der HS Fulda, u. a. Leitung des Weiterbildungsstudiums „Professionelles Coaching und Supervision“ (2011-2019). Promotion zu Übergangsritualen in der reflexiven Beratung. Diverse Funktionen im Rahmen der DGSv, u.a. Mitglied des Lenkungsgruppe Initiative Weiterbildung (2012-2014), seit 2020 Gutachterin zur Zertifizierung für Zusatzqualifizierungen in Online-Supervision/-Coaching.

Marc Simon
Prof. Dr., Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fakultät Wirtschaft. Professur für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisationspsychologie. Diplom Psychologe, MBA, Supervisor (DGSv) und Coach. Freiberuflicher Trainer und Berater.

Kersti Weiß
Dipl. Psychologin, psychologische Psychotherapeutin, Gesprächspsychotherapeutin (GWG), Psychodramatherapeutin (DFP), Supervisorin (DGSv), Lehrsupervision, Organisationsentwicklung, Fortbildung.



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