Dienstleistungen sind ein wichtiger werdender Gegenstand unseres Wirtschaftslebens, ihre sozialwissenschaftliche Erforschung nimmt zu. Dennoch gibt es bislang noch keinen konturierten Bereich einer “Dienstleistungsforschung” mit eigenen Podien und einer aufeinander bezogenen community. Diese Kooperationslücke hat das erste Symposium der Inititative 3sr (social sience service research) im Januar 2012 zu schließen begonnen. Perspektivisch ist die Forschung zu Supervision und Beratung möglicherweise an diese Entwicklung anzuschließen.
Eine neue Studie des Sigmund-Freud-Instituts und der Technischen Universität Chemnitz bringt auf den Punkt, was Beschäftigte in Organisationen und Unternehmen empfinden: Erschöpfung macht sich breit, die Qualität der Arbeit kann nur mehr um einen hohen Preis aufrechthalten werden, Leistungsbereitschaft und Gesundheit geraten unter Druck. Unternehmen, Organisationen und Beschäftigte ringen um die Aufrechterhaltung der Qualität professioneller Arbeit und spüren: sie stoßen dabei an Grenzen.
Projektpräsentation Fachtagung Tutzing 2012
Weitere Präsentationen der Fachtagung Tutzing 2012
Working Paper 1: “Grenzen professioneller Arbeit”
Working Paper 2: “Praxis der Selbstfürsorge”
Working Paper 3: “Die Herzinfarkte sind alles Männer?”
Working Paper 4: “Supervision als Praxis der Selbstfürsorge”
Working Paper 5: “Schutzfaktoren einer gesundheitsbewussten Organisationskultur”
Working Paper 6: “Praktiken der Selbstfürsorge und intrinsische Arbeitsmotivation”
Die Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) sucht für den Aufbau eines Dozentenstamms freiberufliche oder gewerbliche Trainer/innen für den Bereich „Supervision“.
Seit einigen Jahren wird beim BStU Supervision als besondere Form der Unterstützung insbesondere für Mitarbeiter/innen, die seit Jahren mit den Themen aus den Stasi-Akten umgehen, angeboten. Bisher wurden ca. 60 Supervisionssitzungen pro Jahr durchgeführt.
Die Bedeutung dieser Supervisionen bleibt weiterhin hoch, daher will der BStU einen Trainerstamm zusammenstellen, um künftig noch direkter und anlassbezogener auf akute Supervisionsbedarfe reagieren zu können. Geeignete Bewerberinnen und Bewerber werden in einen Trainerpool aufgenommen und bei konkret auftretendem Bedarf kontaktiert. Bewerbungsschluss ist der 15.06.2012.
Ausführliche Informationen und die Ausschreibungsunterlagen finden Sie auf der Website des Bundesverwaltungsamtes.
Die auf der zurückliegenden Fachtagung in Tutzingen vorgestellte Studie Arbeit und Leben in Organisationen: Risikofaktoren für Arbeitsqualität und psychische Gesundheit hat in den Medien einige Resonanz hervorgerufen.
Hier eine Auswahl der Pressestimmen:
Leistungsdruck: Arbeitnehmer völlig ausgebrannt. pressetext, 5.4.2012 (PDF)
Erschöpfte Arbeitnehmer. JuraForum, 4.4.2012 (PDF)
Studie Anerkennung senkt das Burnout-Risiko. SWR, 29.3.2012 (PDF)
Mehr soziale Anerkennung senkt das Burn-out-Risiko. Financial Times Deutschland, 29.3.2012 (PDF)
Studie: Soziale Anerkennung senkt Risiko für Burnout. Frankfurter Rundschau, 27.3.2012 (PDF)
Soziale Anerkennung am Arbeitsplatz mindert Burn-out-Risiko. Ärzteblatt, 27.3.2012 (PDF)
Soziale Anerkennung am Arbeitsplatz reduziert Risiko eines Burnouts. Befragung von 900 Supervisoren belegt: Gesundheitsfürsorge tut Not. Pressemitteilung der Goethe-Universität, 27.3.2012 (PDF)
Vom 08.-10.05.2012 beteiligt sich die DGSv in diesem Jahr am Markt der Möglichkeiten auf dem 79. Deutschen Fürsorgetag in Hannover, der dieses Jahr unter dem Titel “Ohne Bildung keine Teilhabe – Von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter” statt findet. Den Messestand der DGSv finden Sie in der Glashalle, Stand Nr. 45. Klicken zum weiterlesen »
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. setzt in seinen jüngsten „Empfehlungen zur Fachkräftegewinnung in der Altenpflege“ auf Supervision, Coaching und kollegiale Beratung als bewährte Instrumente, psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zu begegnen. Der Deutsche Verein betrachtet diese Formen arbeitsweltlicher Beratung als Teil einer umfassenden Handlungsstrategie zur gesundheitsfördernden Gestaltung von Strukturen, Arbeitsprozessen und zur Befähigung der Fachkräfte in diesem Feld. Im März 2012 hat der Vorstand des Deutschen Vereins diese Empfehlungen verabschiedet. Klicken zum weiterlesen »
Die DGSv hat gerne zugesagt, das Projekt “GEnderMAINStreAMing. Veränderungen erreichen” zur “Entwicklung von innovativen Konzepten zur Aktivierung der Potenziale von Mädchen und Frauen außerhalb des klassischen Beschäftigungsmodells” an den Universitäten Kassel und Vechta als Transferpartnerin zu unterstützen. Klicken zum weiterlesen »
Sigmund-Freud-Institut und TU Chemnitz legen neue Untersuchung über Belastungen am Arbeitsplatz vor – Arbeitsbedingte Erschöpfung stabilisiert sich auf hohem Niveau – Helfen können ein Umdenken der Arbeitgeber und die Schaffung einer schützenden Organisationskultur Klicken zum weiterlesen »
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. setzt in seinen neuen „Empfehlungen zur Stärkung des Erforderlichkeitsgrundsatzes im Betreuungsrecht am Beispiel der örtlichen Betreuungsbehörden“ weiterhin auf Supervision als erforderliche Ressource. Im Dezember 2011 hat der Vorstand des Deutschen Vereins diese Empfehlungen verabschiedet.
Eine neue Publikation des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) “Psychische Gesundheit im Betrieb. Arbeitsmedizinische Empfehlung” stellt ausgewählte Ansätze und Analyseinstrumente für den Methodenkoffer des Betriebsarztes/der Betriebsärztin zur Identifikation von psychischen Belastungen vor, empfiehlt ausgewählte Methoden und stellt betriebliche Anwendungsbeispiele vor. Supervision wird dabei ausdrücklich als wirksames Instrument der Prävention herausgestellt, das als “Verhältnisprävention” auch dazu beitragen kann, betriebliche Abläufe mit in den Blick zu nehmen und arbeitsbedingte Themen nicht in Nischen zu individualisieren. Klicken zum weiterlesen »
